11 May 2026, 00:37

Streikdrohung bei LIRR: Pendler auf Long Island vor dem Chaos

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter vor einem Berg- und Baumhintergrund mit der Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

Streikdrohung bei LIRR: Pendler auf Long Island vor dem Chaos

Drohender Streik bei der Long Island Rail Road gefährdet Pendlerverkehr

Ein möglicher Streik der Beschäftigten der Long Island Rail Road (LIRR) könnte den täglichen Arbeitsweg von Hunderttausenden Pendler:innen empfindlich stören. Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Lohnverhandlungen, wobei Gewerkschaftsvertreter warnen, dass Arbeitsniederlegungen bereits ab dem 16. Mai beginnen könnten.

Hunderte gewerkschaftlich organisierte LIRR-Mitarbeiter:innen versammelten sich am Samstag am Bahnhof Massapequa im Nassau County, um gegen die aus ihrer Sicht festgefahrenen Tarifverhandlungen mit der Metropolitan Transportation Authority (MTA) zu protestieren. Die von mehreren Gewerkschaften organisierte Kundgebung spiegelte die wachsende Frustration über die ausbleibenden Fortschritte wider.

Aktuell verhandeln die MTA und die LIRR-Gewerkschaften über einen vierjährigen Tarifvertrag. Während die Bedingungen für die ersten drei Jahre bereits geklärt sind, gibt es weiterhin Streit über das vierte Jahr. Die MTA hatte zunächst eine Lohnerhöhung von 3 Prozent vorgeschlagen, die Gewerkschaften fordern jedoch 5 Prozent – eine Differenz von 2 Prozentpunkten, die letztlich zu höheren Fahrpreisen im gesamten Netz führen könnte.

Die Gewerkschaftsführer zeigen sich kompromisslos. Sean O’Connor, Vorsitzender der International Association of Machinists, forderte angemessene Löhne, die die Leistungen der Beschäftigten widerspiegeln. Gil Lang, Vorsitzender der Brotherhood of Locomotive Engineers, betonte, dass die Belegschaft notfalls geschlossen die Arbeit niederlegen werde. Kevin Sexton, Vizepräsident der Brotherhood of Locomotive Engineers and Trainmen, ergänzte, die Arbeiter:innen wollten lediglich ein faires Abkommen.

Die MTA signalisierte hingegen gewisse Gesprächsbereitschaft. Janno Lieber, Vorstandsvorsitzender und CEO der Behörde, räumte ein, dass es Lösungsmöglichkeiten gebe, um die Kluft zu überbrücken – allerdings nur unter bestimmten Zugeständnissen. Für den Fall eines Streiks plant die MTA Ersatz-Shuttlebusse von fünf Standorten auf Long Island zu U-Bahn-Stationen in Queens, um gestrandete Fahrgäste notdürftig zu versorgen.

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Da die Verhandlungen noch laufen, bleibt das Risiko eines Streiks ab dem 16. Mai bestehen. Eine Arbeitsniederlegung würde den LIRR-Betrieb komplett lahmlegen und Pendler:innen auf stark eingeschränkte Ersatzverbindungen verweisen. Das Ergebnis der aktuellen Gespräche wird entscheiden, ob die Fahrpreise steigen und wann der Zugverkehr wieder regulär aufgenommen werden kann.

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