Steuerzahlerbund prüft 300.000-Euro-Logo für Hessen – ist das Geld gut investiert?
Charlotte RichterSteuerzahlerbund prüft 300.000-Euro-Logo für Hessen – ist das Geld gut investiert?
Hessischer Steuerzahlerbund prüft Landesregierungs-Investition in neues Corporate Design
Der Hessische Bund der Steuerzahler untersucht die jüngsten Ausgaben der Landesregierung für ein neues Erscheinungsbild. Die Vereinigung hinterfragt, ob die 300.000 Euro für ein modernisiertes Emblem und Logo in Zeiten der Krise gerechtfertigt sind. Vereinsvorsitzender Joachim Papendick hatte die Ausgaben bereits als verschwendetes Geld kritisiert.
Am 24. März 2026 bestätigten Berichte, dass die hessische Landesregierung rund 300.000 Euro in ihre neue visuelle Identität investiert hat. Die Mittel flossen in den Gestaltungsprozess, eine Kabinettssitzung im Frankfurter Museum Angewandte Kunst am 23. März sowie die erste Umsetzung in der Staatskanzlei und den Ministerien. Weitere Details zu zusätzlichen Projekten wurden nicht genannt, doch eine schrittweise Einführung in den Behörden ist geplant.
Joachim Papendick, Vorsitzender des Hessischen Steuerzahlerbunds, argumentiert, dass öffentliche Gelder stattdessen in Bildung, Infrastruktur oder innere Sicherheit fließen sollten. Zwar räumt er ein, dass ein modernes Image wichtig sei, betont jedoch, dass Steuergelder dort eingesetzt werden müssten, wo sie den Bürgerinnen und Bürgern direkt zugutekommen. Der Verband prüft nun, ob die Vorteile des Rebrandings die Kosten rechtfertigen.
Falls die Ausgaben als überzogen eingestuft werden, könnte das Projekt in das jährliche "Schwarzbuch – Die öffentliche Verschwendung" aufgenommen werden. In dieser Veröffentlichung listet die Vereinigung Fälle auf, die sie als unnötige Staatsausgaben bewertet. Eine endgültige Entscheidung über die Aufnahme steht noch aus.
Die Untersuchung soll klären, ob die 300.000 Euro für das Rebranding mit den Prioritäten der Öffentlichkeit vereinbar sind. Stellt der Verband die Ausgaben als ungerechtfertigt dar, wird der Fall in den nächsten "Schwarzbuch"-Bericht aufgenommen. Das Ergebnis könnte künftige Debatten darüber beeinflussen, wie das Land Steuergelder verteilt.






