Stadt stoppt umstrittenen Hochhauskomplex in Wladiwostok nach Bürgerprotesten
Finn WolfStadt stoppt umstrittenen Hochhauskomplex in Wladiwostok nach Bürgerprotesten
Großprojekt in Vladivostok gestoppt: Stadtverwaltung lehnt Pläne für Hochhauskomplex an der Ostrogornaja-Straße ab
Die Pläne für ein großangelegtes Bauvorhaben in der Nähe der Ostrogornaja-Straße in Wladiwostok sind vorerst vom Tisch. Die Stadtverwaltung wies die Unterlagen des Projekts nach öffentlichem Widerstand und Bedenken wegen Verstößen gegen Vorschriften zurück. Vorgesehen waren Hochhäuser, Schulen und ein Sportkomplex auf einer Fläche von 54,5 Hektar.
Das Vorhaben war Ende April erstmals der Öffentlichkeit präsentiert worden und stieß sofort auf Kritik. Geplant war der Abriss von rund 30 bestehenden Gebäuden, um Platz für 30-stöckige Wohnblocks, eine kombinierte Grundschule mit Kindergarten, einen separaten Kindergarten mit 240 Plätzen sowie ein überdachtes Sportzentrum zu schaffen. Zudem sollten ein Hotel, Einzelhandelsflächen und modernisierte Straßen entstehen – insgesamt auf einer Bebauungsfläche von 463.000 Quadratmetern.
Die Umsetzung war in zwei Phasen vorgesehen: Bis 2029 sollten der Großteil der Wohnungen, der neue Kindergarten, der sanierte Kindergarten Nr. 80, der Jugend-Sportkomplex (russ. Junost) sowie das Hotel fertiggestellt werden. Die zweite Phase, die bis 2040 abgeschlossen sein sollte, umfasste eine Schule mit 200 Plätzen, eine Poliklinik und eine neue Straße als Verbindung zwischen der Bosfor-Straße und der 2. Posjolkowaja-Straße.
Nach öffentlichen Anhörungen am 5. Mai und einem abschließenden Bericht am 8. Mai deckten Beamte Mängel in den Unterlagen auf. Andrei Suchow, stellvertretender Leiter der Stadtverwaltung, gab die Pläne zur Überarbeitung zurück und verwies auf Verstöße gegen formale Anforderungen.
Die Ablehnung bedeutet, dass das Projekt in seiner aktuellen Form nicht umgesetzt werden kann. Die Entwickler müssen die Unterlagen nun überarbeiten und erneut zur Genehmigung einreichen. Bis die Stadtverwaltung die überarbeiteten Pläne billigt, dürfen keine weiteren Bauarbeiten beginnen.






