Staatliche Unternehmen bedrohen Wettbewerbsfähigkeit der kasachischen Wirtschaft
Sebastian VoigtStaatliche Unternehmen bedrohen Wettbewerbsfähigkeit der kasachischen Wirtschaft
Die Regierung steht unter wachsendem Druck, die zunehmende Bedeutung des halbstaatlichen Sektors und der staatseigenen Unternehmen anzugehen. Diese Einrichtungen machen inzwischen einen beträchtlichen Teil der Wirtschaft aus, bergen jedoch die Gefahr, private Unternehmen und den Wettbewerb zu ersticken.
Staatliche Unternehmen tragen derzeit 14 bis 15 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei und kontrollieren 40 bis 45 Prozent der Unternehmensvermögen. Die Einnahmen im halbstaatlichen Sektor haben die Marke von 5 Billionen Tenge erreicht und fließen größtenteils in verschiedene Projekte und Unternehmen. Trotz dieser finanziellen Bedeutung stocken die Privatisierungsbemühungen – selbst nach dem Erlass von Präsident Kassym-Schomart Tokajew zur wirtschaftlichen Liberalisierung.
Senatspräsident Maulen Aschimbajew hat eine klare langfristige Strategie für diese Sektoren gefordert. Ohne eine angemessene Steuerung, warnte er, würden sie weiterwachsen und private Initiativen verdrängen. Der Stillstand bei der Privatisierung wirft Fragen nach Marktgerechtigkeit und wirtschaftlicher Effizienz auf.
Die Regierung muss die Zukunft dieser Einrichtungen definieren, um weitere Verzerrungen des Marktes zu verhindern. Eine klarere Vision könnte ihre Belastung für den Haushalt verringern und eine wettbewerbsfähigere Wirtschaft fördern. Die aktuelle Lage erfordert entschlossenes Handeln, um das Gleichgewicht zwischen staatlichem und privatem Sektor wiederherzustellen.






