Spritpreise explodieren: Warum immer mehr Deutsche ins Homeoffice fliehen
Charlotte RichterSpritpreise explodieren: Warum immer mehr Deutsche ins Homeoffice fliehen
Steigende Spritpreise belasten Millionen Pendler in Deutschland
Durch den kurzzeitigen Anstieg des Brent-Ölpreises auf über 100 Dollar pro Barrel sind die Kosten für den Arbeitsweg mit dem Auto stark gestiegen. Fast zehn Millionen Menschen in Deutschland sind für ihren täglichen Weg ins Büro auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor angewiesen.
Der Preisschub bei Energie folgt anhaltenden Spannungen im Nahen Osten. Da die Spritkosten weiter klettern, arbeitet mittlerweile jeder fünfte deutsche Büroangestellte häufiger im Homeoffice, um Geld zu sparen. Forscher schätzen, dass bereits ein zusätzlicher Homeoffice-Tag pro Woche den Kraftstoffverbrauch der Pendler um etwa 32 Millionen Liter senken könnte.
Die EU-Kommission erwägt nun die Einführung eines festen Homeoffice-Tags für Beschäftigte, um die finanzielle Belastung zu verringern. Gleichzeitig fordert der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Arbeitgeber auf, die Möglichkeiten für mobiles Arbeiten auszubauen. Die Bundesregierung hingegen hat sich bisher dagegen entschieden, Homeoffice als gesetzlichen Anspruch festzuschreiben, und bietet stattdessen einen freiwilligen Entlastungsbonus für Arbeitnehmer an.
Ziel des EU-Vorschlags ist es, die Nachfrage nach Kraftstoff durch mehr Homeoffice zu drosseln. Sollte die Maßnahme umgesetzt werden, könnte sie Millionen Pendlern helfen, die hohen Energiekosten besser zu bewältigen. Bereits jetzt passen viele Beschäftigte ihre Routinen an, um Fahrtkosten zu sparen.






