Spritpreisbremse endet: Regierung stoppt Rabatt trotz hoher Kraftstoffkosten
Finn WolfSpritpreisbremse endet: Regierung stoppt Rabatt trotz hoher Kraftstoffkosten
Die deutsche Koalitionsregierung hat beschlossen, die vorübergehende Spritpreisbremse nicht zu verlängern. Die Maßnahme, die den Preis an der Zapfsäule um fast 17 Cent pro Liter senkte, war eingeführt worden, um Autofahrer zu entlasten, die mit Rekordkosten für Kraftstoffe aufgrund des Iran-Konflikts konfrontiert waren.
Die Rabattaktion startete am 1. Mai und sollte ursprünglich zwei Monate laufen. Die Regierung erhoffte sich davon eine Entlastung der Haushalte angesichts stark gestiegener Benzin- und Dieselpreise. Doch schnell kamen Zweifel auf, ob die Mineralölkonzerne die Ersparnis tatsächlich vollständig an die Verbraucher weitergaben.
Zudem wuchs die Kritik an der Gerechtigkeit des Modells. Gegner argumentierten, dass vor allem Besserverdiener profitierten, die in der Regel mehr fahren und mehr für Sprit ausgeben. Die Debatte verschärfte sich sogar innerhalb der Koalition selbst.
Nach wochenlangen Beratungen traf die Regierung nun in einer internen Sitzung am Dienstag die Entscheidung: Der Rabatt endet wie geplant – eine Verlängerung gibt es nicht.
Damit steigen für Autofahrer die Kosten an der Tankstelle erneut. Die Entscheidung der Regierung folgt Bedenken hinsichtlich der Wirksamkeit der Subvention und ihrer ungleichen Verteilung auf verschiedene Einkommensgruppen. Mit dem Auslaufen der vorübergehenden Entlastung werden die Spritpreise voraussichtlich wieder steigen.






