08 June 2026, 22:34

Spaniens Kirche zahlt Entschädigung für 400.000 Missbrauchsopfer seit 1940

Papst trifft sechs Opfer von Missbrauch durch Kleriker in Madrid

Spaniens Kirche zahlt Entschädigung für 400.000 Missbrauchsopfer seit 1940

Ein im Januar geschlossener Vertrag zwischen der spanischen Regierung und der katholischen Kirche sieht Entschädigungszahlungen für Opfer sexuellen Missbrauchs durch Kleriker vor. Die Vereinbarung folgt auf eine Untersuchung, die weitverbreiteten Missbrauch seit 1940 aufdeckte. In den Erkenntnissen wurden über 200.000 Minderjährige als Opfer identifiziert.

Papst Leo XIV. traf sich kürzlich mit Betroffenen, hörte sich deren Berichte an und nahm deren Vorschläge für Reformen entgegen. Das Treffen erfolgte, nachdem eine separate kirchliche Untersuchung 728 Missbrauchstäter innerhalb der eigenen Reihen aufgedeckt hatte.

Die Thematik erhielt neue Brisanz, nachdem Spaniens unabhängige Kommission berichtete, dass seit 1940 mehr als 200.000 Minderjährige durch Kleriker missbraucht wurden. Werden auch Laienmitglieder der Kirche einbezogen, beläuft sich die Gesamtzahl der Opfer auf 400.000.

Anfang dieses Jahres bestätigte eine eigene Untersuchung der spanischen Bischofskonferenz 728 Täter innerhalb der Kirche. Die Ergebnisse lösten Forderungen nach Rechenschaftspflicht und Unterstützung für die Betroffenen aus.

Im Januar unterzeichneten Kirche und Regierung eine formelle Vereinbarung zur Entschädigung der Überlebenden. Das Abkommen zielt darauf ab, jahrzehntelanges Leid durch finanzielle und institutionelle Maßnahmen wiedergutzumachen.

Vor dem Treffen mit den Opfern führte Papst Leo XIV. Gespräche mit spanischen Bischöfen. Er forderte sie auf, sich direkt mit den Betroffenen auseinanderzusetzen und deren Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen.

Während einer einstündigen Sitzung hörte der Papst zu, als Überlebende von ihren Erfahrungen berichteten. Viele präsentierten zudem Vorschläge, um die Sicherheit und Heilung innerhalb der Kirche zu verbessern. Der Pontifex reagierte laut Augenzeugen mit Zuneigung und aufmerksamer Anteilnahme.

Anschließend bekräftigte Papst Leo sein Engagement, die Kirche in eine sicherere und spirituell gesunde Umgebung zu verwandeln. Seine Äußerungen griffen frühere Versprechen auf, systemische Versäumnisse beim Schutz der Schwächsten zu beheben.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Vereinbarung stellt einen Schritt in Richtung Wiedergutmachung für Hunderttausende Opfer dar. Betroffene hatten nun die Möglichkeit, ihre Anliegen direkt dem Papst vorzutragen. Gleichzeitig steht die Kirche weiterhin unter Druck, nachhaltige Reformen umzusetzen und künftigen Missbrauch zu verhindern.

Lesen Sie auch:

Quelle