Solinger Theaterstreit: SG_zukunft zerpflückt Abrisspläne als "methodisch mangelhaft"
Charlotte RichterSolinger Theaterstreit: SG_zukunft zerpflückt Abrisspläne als "methodisch mangelhaft"
Die Stadtratsfraktion SG_zukunft hat scharfe Kritik an den Plänen für das Solinger Theater- und Konzertgebäude geäußert. Sie wirft der zugrunde liegenden Szenariostudie, die einen Abriss befürwortet, methodische Mängel und Voreingenommenheit vor. Zudem zweifelt die Gruppe die Kostenschätzungen für den öffentlichen Bau an und verweist auf frühere Problemfälle wie die Feuerwehrwache in Ohligs.
Laut SG_zukunft blendet die Studie zentrale Aspekte aus – darunter die im Gebäude gebundene CO₂-Bilanz sowie die Existenz eines unterirdischen Bunkers. Die Fraktion behauptet, die Untersuchung sei mit einem vorgegebenen Ergebnis in Auftrag gegeben worden und daher nicht glaubwürdig.
Kategorisch lehnt die Gruppe den Abriss des Kulturstandorts zugunsten eines Neubauvorhabens für eine Feuerwehr- und Rettungswache ab. Sie warnt davor, den kulturellen Wert allein an wirtschaftlichen Kriterien zu messen. Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich der Verkehrsbelastung durch einen Feuerwehrstandort an dieser Stelle.
In den kommenden Tagen werden die städtischen Fachausschüsse über die Zukunft des Gebäudes beraten. Die Debatte droht zu eskalieren, da SG_zukunft an ihrer fundamentalen Kritik an den aktuellen Vorschlägen festhält. Die Position der Fraktion offenbart tiefe Zweifel sowohl an der Studie als auch an den Abrissplänen. Sie betont, dass ökonomische Argumente kulturelle und ökologische Gesichtspunkte nicht überlagern dürfen. Die anstehenden politischen Sitzungen werden über das weitere Vorgehen für das Theater- und Konzertgebäude entscheiden.
