01 May 2026, 18:37

Sloweniens Regierung wird schlanker: Von 19 auf 14 Ministerien reformiert

Alte topografische Karte von Ljubljana, Slowenien, mit detailliertem Text und Übersichtsbereich.

Sloweniens Regierung wird schlanker: Von 19 auf 14 Ministerien reformiert

Sloweniens Nationalversammlung hat tiefgreifende Reformen der Regierungsstruktur beschlossen. Die Neuerungen reduzieren die Zahl der Ministerien von 19 auf 14, wobei mehrere Schlüsselressorts zusammengelegt werden. Die Abgeordneten verabschiedeten den Gesetzentwurf mit breiter Zustimmung, während sich zwei große Mitte-links-Parteien der Stimme enthielten.

Bei der Abstimmung stimmten 49 Parlamentarier für die Änderungen, nur vier lehnten sie ab. Die Umstrukturierung vereint die Bereiche Arbeit und Wirtschaft mit dem Sport, während das Innenressort nun mit der öffentlichen Verwaltung fusioniert wird. Ein neues Ministerium für Demografie, Familie und Soziales übernimmt die Verantwortung für den Großteil der Sozialpolitik. Zudem wurde die Energiepolitik in das Infrastrukturressort integriert, während Bildung, Wissenschaft und Jugend künftig unter einem Dach verwaltet werden.

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In derselben Sitzung wurde Zoran Stevanović, Vorsitzender der populistischen Partei „Wahrheit“, zum Parlamentspräsidenten gewählt. Seine Ernennung erfolgte mit Rückendeckung der rechtspolitischen Koalition. Unterdessen hat Janez Janša nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen ausreichend Unterstützung gesichert, um erneut Ministerpräsident zu werden.

Die neue Koalition soll die Parteien Neue Slowenien (NSi) und die Demokraten umfassen, die gemeinsam über 43 Sitze verfügen. Die Partei „Wahrheit“ hat zugesagt, Janšas Regierung fallweise zu unterstützen. Eine Abstimmung über seine Nominierung wird jedoch erst für Ende Mai erwartet.

Die Reform verringert nicht nur die Größe der Regierung, sondern gestaltet auch zentrale Politikbereiche neu. Janšas Weg ins Amt des Ministerpräsidenten hängt nun von der Finalisierung der Koalitionsvereinbarungen und der verschobenen Parlamentsabstimmung ab. Die Änderungen treten in Kraft, sobald die neue Regierung offiziell bestätigt ist.

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