SkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren sozialer Arbeit
Charlotte RichterSkF schließt Braunschweiger Beratungsstelle nach über 100 Jahren sozialer Arbeit
Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt Beratungsstelle in Braunschweig
Ende des Monats wird der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig schließen. Die Entscheidung fällt nach über einem Jahrhundert der Unterstützung für Frauen und Familien in der Region. Trotz großer Anstrengungen der Mitarbeiterinnen und Ehrenamtlichen zwingt ein Mangel an finanziellen Mitteln zur Schließung.
Im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien die Angebote der Einrichtung. Weitere 89 Personen nahmen an präventiven Programmen teil, darunter Schwangerschafts- und Familienberatung sowie Projekte wie „Elternpraxis mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“.
Die Babysimulatoren befinden sich noch in einwandfreiem Zustand. Zertifizierte Einrichtungen mit einem passenden Konzept könnten sie weiterhin nutzen. Bisher konnten jedoch noch keine neuen Träger für diese beiden Projekte gefunden werden.
Ab dem 1. Juli wird die Caritas die Beratungsangebote unter derselben Adresse in der Kasernenstraße 30 weiterführen. Karen Vogel, die aktuelle Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin, bleibt im neuen Rahmen in Teilzeit tätig. Der SkF dankt lokalen Spendern und Stiftungen wie der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus für ihre bisherige Unterstützung.
Der Braunschweiger SkF-Ortsverband wird nun aufgelöst. Die Schwangerschaftsberatung durch die Caritas wird nahtlos fortgesetzt. Die Zukunft der übrigen Projekte bleibt vorerst ungewiss.
