Skandal um SNP: Ex-Generalsekretär gesteht 400.000-Pfund-Veruntreuung
Charlotte RichterSkandal um SNP: Ex-Generalsekretär gesteht 400.000-Pfund-Veruntreuung
Zwei hochrangige britische Regierungsmitglieder haben eine offizielle Untersuchung der Schottischen Nationalpartei (SNP) gefordert, nachdem deren ehemaliger Generalsekretär gestanden hat, mehr als 400.000 Pfund veruntreut zu haben. Peter Murrell, der Ehemann der früheren SNP-Vorsitzenden Nicola Sturgeon, plädierte vor dem High Court in Edinburgh schuldig, falsche Buchungscodes verwendet zu haben, um seine Ausgaben zu verschleiern.
Die Forderungen nach einer Untersuchung kommen zu einem Zeitpunkt, an dem das Vertrauen in die finanziellen Praktiken der Politik erneut auf dem Prüfstand steht. Murrell räumte ein, seine Einkäufe durch irreführende Buchführungsunterlagen getarnt zu haben. Sein Schuldeingeständnis bestätigte die Veruntreuung von über 400.000 Pfund an Parteigeldern.
Als Reaktion darauf argumentierte der Schatteninnenminister Chris Philp, das öffentliche Vertrauen in die Politik sei erschüttert worden. Er forderte eine unabhängige Überprüfung der finanziellen Vorgänge der SNP. Arbeits- und Rentenminister Pat McFadden unterstützte diese Position und sprach sich ebenfalls für eine umfassende Untersuchung aus.
Der aktuelle SNP-Vorsitzende John Swinney wies jedoch die Notwendigkeit weiterer Schritte zurück. Er lehnte Vorschläge für eine Untersuchung ab und betonte, die Partei habe ihre internen Finanzkontrollen bereits überarbeitet.
Das Schuldeingeständnis hat den Druck auf die SNP erhöht, ihre finanzielle Aufsicht zu erklären. Da nun zwei Minister eine Untersuchung unterstützen, bleibt die Frage, ob es zu einer externen Prüfung kommen wird. Murrells Geständnis wirft weiterhin Fragen zur Transparenz und Rechenschaftspflicht der Partei auf.






