08 June 2026, 14:36

Skandal um gefälschte Lebensmittelverträge erschüttert Tamaulipas

Geschichte eines 'Moche' in der Regierung von Américo Villarreal

Skandal um gefälschte Lebensmittelverträge erschüttert Tamaulipas

Ein Rechtsstreit um einen stornierten Lebensmittelkorb-Vertrag im Bundesstaat Tamaulipas nimmt eine weitere Wendung. Im Januar 2025 hatte ein Gericht zunächst zugunsten des Unternehmers Israel Valdez Sánchez entschieden und den Staat zur Zahlung von knapp 500 Millionen Pesos Schadensersatz verurteilt. Doch das Urteil wurde später aufgehoben – nun werfen ihm Behörden vor, Urkundenfälschung und Unterschriftenmanipulation begangen zu haben.

Der Konflikt begann Ende 2022, als Valdez Sánchez einen Großauftrag für die Lebensmittelverteilung erhielt – der kurz nach Beginn der Vorbereitungen wieder gekündigt wurde.

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Die Ursprünge des Falls reichen bis ins späte Jahr 2022 zurück, als Felipe Salinas Mansur Valdez Sánchez mit einem Angebot kontaktierte. Der Vertrag umfasste die Beschaffung und Verteilung von 1.708.490 Lebensmittelpaketen in mehreren Städten Tamaulipas’. Im Februar 2023 reichte Valdez Sánchez’ Firma das siegreiche Gebot ein, und im folgenden Monat wurde der Auftrag offiziell vergeben.

Noch bevor die Verteilung beginnen konnte, wurde der Vertrag plötzlich gekündigt. Valdez Sánchez hatte bereits logistische Vorbereitungen getroffen, als er die Kündigungsmitteilung erhielt. Zur gleichen Zeit bot ihm Jorge Luis Beas Gómez neue Verträge an – allerdings nur unter der Bedingung, dass er seine rechtlichen Schritte zurückzog.

Schon früher im Verfahren hatte Valdez Sánchez mit SEBIEN-Beamten – Samuel Badillo und Alejandra Félix – über die Vertragsdetails gesprochen. Das Wohlfahrtssekretariat von Tamaulipas (SEBIEN) plante, die Pakete im zweiten Quartal 2023 zu verteilen. Doch das Geschäft platzte, nachdem Américo Villarreal Santiago, der Sohn des Gouverneurs, angeblich eine Schmiergeldzahlung in Höhe von 80 Millionen Pesos gefordert haben soll. Weitere 30 Millionen Pesos sollten in Saltillo, Coahuila, hinterlegt werden.

Das Gericht urteilte im Januar 2025 zunächst zugunsten von Valdez Sánchez und verpflichtete den Staat zur Entschädigung seiner Verluste. Doch die Entscheidung wurde später revidiert – die Behörden warfen ihm vor, Unterschriften in den Vertragsdokumenten gefälscht und manipuliert zu haben.

Der Fall lässt Valdez Sánchez nun ohne Entschädigung zurück und sieht sich mit Vorwürfen des Urkundenbetrugs konfrontiert. Die Aufhebung des Urteils bedeutet, dass der Staat die ursprünglich zugesprochenen 500 Millionen Pesos nicht zahlen wird. Der Ausgang folgt auf eine Reihe von Treffen, gekündigten Vereinbarungen und umstrittenen finanziellen Forderungen im Zusammenhang mit dem Lebensmittelvertrag.

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