Sicherheitsalarm nach Diebstahl von Starmer-Beraters Handy mit Geheimdaten
Sebastian VoigtSicherheitsalarm nach Diebstahl von Starmer-Beraters Handy mit Geheimdaten
Gestohlenes Regierungs-Handy von Keir Starmer-Berater wirft schwere Sicherheitsfragen auf
Ein gestohlenes Diensthandy von Morgan McSweeney, dem Stabschef von Labour-Chef Keir Starmer, hat ernste Sicherheitsbedenken ausgelöst. Auf dem Gerät befanden sich vermutlich vertrauliche Informationen über das gesamte Kabinett sowie geheime Vorgänge aus der Downing Street 10. Anwohner der Belgrave Road in Pimlico, wo der Diebstahl stattfand, fragen sich nun, was McSweeney zu dem Vorfall noch erklären muss.
Der Diebstahl ereignete sich im Herbst 2023 in der stark überwachten Belgrave Road, wo über 30 Türklingelkameras und weitere Überwachungssysteme installiert sind. McSweeney verfolgte den Räuber – einen schwarzen Jugendlichen auf einem Fahrrad –, verlor ihn jedoch in dem städtischen Gelände, wo es keine öffentlichen Parks als Fluchtwege gab.
Während des Notrufs unter der Nummer 999 nannte McSweeney eine falsche Adresse, sodass die Polizei zunächst in die Belgrave Street im Londoner Bezirk Tower Hamlets ausrückte. Zudem erwähnte er, dass das Handy über einen Tracker verfügte, doch der Polizeiverbindungsoffizier der Downing Street informierte Scotland Yard nicht umgehend. Hätte McSweeney seine hochrangige Position offenbart, wären sofort Antiterror-Ermittler und das Sicherheitsteam des Kabinettsamts alarmiert worden.
Ermittler wollen nun Aufnahmen von Privatkameras in der Warwick Square und der Eccleston Square auswerten, doch die Chancen auf eine Wiederbeschaffung des Geräts gelten als gering. Ein Großteil des verfügbaren CCTV-Materials, darunter Aufnahmen eines vorbeifahrenden Busses, könnte bereits aufgrund von Datenschutzbestimmungen gelöscht worden sein. Unklar bleibt, wie viele der über 30 Kameras in der Gegend noch relevante Aufnahmen vom Zeitpunkt des Diebstahls speichern.
Da das gestohlene Handy hochklassifizierte Informationen enthielt, stehen die Sicherheitsbehörden unter Druck, den Vorfall aufzuklären. Die Polizeibemühungen, das Gerät zu orten, stützen sich nun auf begrenztes Bildmaterial – viele mögliche Spuren sind bereits verloren. Der Vorfall wirft bei Anwohnern und Beamten die Frage auf, warum entscheidende Details nicht früher bekannt gegeben wurden.






