Schwarze Kandidat:innen in Florida bündeln Kräfte gegen Wasserman Schultz
Charlotte RichterSchwarze Kandidat:innen in Florida bündeln Kräfte gegen Wasserman Schultz
Ein entscheidendes Treffen fand diese Woche statt, um über die Zukunft der Vorwahlen im 20. Kongresswahlbezirk Floridas zu entscheiden. Vier schwarze Kandidat:innen berieten darüber, ihre Kräfte zu bündeln, um eine Zersplitterung der schwarzen Wählerstimmen zu verhindern. Der Schritt erfolgt, nachdem die Kongressabgeordnete Debbie Wasserman Schultz nach einer Neuordnung der Wahlkreise in das Rennen einsteigt – ihr bisheriger Bezirk wurde umgestaltet.
Das nicht öffentliche Treffen, über das exklusiv News Miami berichtete, vereinte die Bewerber:innen Elijah Manley, Dale Holness, Sheila Cherfilus-McCormick und eine weitere Kandidatin bzw. einen weiteren Kandidaten. Ihr Ziel war klar: Eine Aufspaltung der Stimmen vermeiden, die Wasserman Schultz den Sieg ebnen könnte. Die Frist für die endgültige Festlegung der Kandidaturen endet am Freitag, dem 12. Juni, doch eine Entscheidung könnte bereits früher fallen.
Manley betonte, wie wichtig es sei, dass der Sitz an jemanden geht, der die Lebensrealität der Gemeinschaft teilt. Holness bestätigte, man arbeite an einer „einheitlichen Lösung“. Cherfilus-McCormick, die den Sitz zuvor innehatte, bevor sie zurücktrat, verwies auf tiefere Frustrationen: Die Gemeinschaft fühle sich sowohl von der Partei als auch von gewählten Vertreter:innen ignoriert.
Die Dringlichkeit ergibt sich aus der jüngsten Wahlkreisreform, die von Floridas Republikaner:innen vorangetrieben wurde und Wasserman Schultz in den neu gezogenen 20. Bezirk verschob. Ihr Eintritt in den Wahlkampf erhöht den Druck auf die schwarzen Kandidat:innen, ihre Unterstützung zu bündeln, bevor die Meldefrist abläuft.
Nun bleibt den Bewerber:innen nur wenig Zeit, sich auf eine gemeinsame Kandidatur zuigen. Gelingt dies, könnte ihr Bündnis den Ausgang der Vorwahl entscheidend prägen. Die endgültige Entscheidung wird zeigen, ob die nächste Führungspersönlichkeit des Bezirks den Forderungen der Gemeinschaft nach Repräsentation gerecht wird.






