Schneider warnt vor Hitze-Risiken – Grünen fordern Klimaschutz-Reform
Umweltminister Carsten Schneider hat vor den schweren wirtschaftlichen Risiken steigender Temperaturen gewarnt. In einem aktuellen Zeitungsinterview wies er auf die massiven Schäden durch Hitzewellen hin und äußerte Besorgnis über drohende Wasserknappheit.
Schneiders Äußerungen fallen in eine Phase rekordverdächtiger Hitze in Deutschland. Die Grünen reagierten darauf mit der Forderung an die Bundesregierung, ein neues Klimaschutzprogramm auf den Weg zu bringen.
Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen, erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur dts, Schneider müsse seine Pläne an die Realität anpassen. Zwar begrüßte sie, dass er die wirtschaftlichen Folgen extremer Hitze anerkenne, betonte jedoch, dass die aktuelle Hitzewelle aufgrund der Klimakrise vier Grad intensiver ausfalle als ohne sie.
Badum kritisierte zudem die Zustimmung der SPD zum Gebäudeenergiegesetz. Die Zulassung von Öl- und Gasheizungen über das Jahr 2045 hinaus werde die Klimaziele verfehlen, warnte sie. Darüber hinaus forderte sie Schneider auf, das Klimaschutzprogramm – wie von seinen eigenen Fachleuten empfohlen – gerechter und wirksamer zu gestalten.
Die Regierung steht nun unter Druck, ihre Klimapolitik nachzubessern. Schneiders Eingeständnis der wirtschaftlichen Risiken durch Hitzewellen unterstreicht die Dringlichkeit von Maßnahmen. Die Grünen bestehen darauf, dass die bisherigen Maßnahmen überarbeitet werden müssen, um die Klimaziele zu erreichen.
