Schleswig-Holstein fördert fossile Wärmewende mit Millionenhilfen für Kommunen
Charlotte RichterFörderung für den Wärmetransition in Stadtteilen ohne Fernwärme - Schleswig-Holstein fördert fossile Wärmewende mit Millionenhilfen für Kommunen
Schleswig-Holstein startet neues Förderprogramm für fossile Wärmewende
Schleswig-Holstein hat ein neues Förderprogramm aufgelegt, um Städte und Gemeinden beim Umstieg von fossilen Heizsystemen zu unterstützen. Das Land will bis 2040 Klimaneutralität erreichen – unter anderem durch saubere Alternativen in Gebieten ohne Fernwärmenetze. Finanzielle Hilfen stehen nun Kommunen und Energieversorgern für die Umstellung zur Verfügung.
Das Programm richtet sich an Gemeinden, kommunale Versorger und Zweckverbände in der gesamten Region. Viele dieser Gebiete verfügen derzeit über keine Fernwärme-Infrastruktur, sodass Gebäude weiterhin auf veraltete, fossile Heizsysteme angewiesen sind. Wie Landesbeamte im Januar 2026 bestätigten, haben 84 der 111 Kreise und Gemeinden des Landes keine Pläne für den Aufbau zentraler Wärmenetze.
Gefördert werden Beratungsleistungen sowie konkrete Maßnahmen zur Einführung nachhaltiger Heizlösungen. Dazu zählen etwa Erdwärmesysteme, für die im Rahmen des KfW-Programms 458 Zuschüsse von bis zu 70 Prozent möglich sind. Über die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) gibt es zusätzlich Fördergelder von bis zu 50 Prozent für andere klimafreundliche Wärmetechnologien.
Der Schritt folgt auf Ergebnisse der kommunalen Wärmeplanung, die zeigen, dass der Großteil der bestehenden Gebäude in diesen Gebieten nicht an Fernwärmenetze angeschlossen werden kann. Stattdessen setzt das Land auf dezentrale Alternativen, um den Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen zu beschleunigen.
Das Programm soll Gemeinden dabei helfen, dort saubere Heizsysteme einzuführen, wo Fernwärmenetze nicht realisierbar sind. Da die Fördermittel einen großen Teil der Kosten decken, rechnen die Verantwortlichen mit einer schnelleren Verbreitung von Erdwärme und anderen nachhaltigen Lösungen. Die Initiative ist Teil des umfassenden Plans Schleswig-Holsteins, bis 2040 komplett aus der fossilen Wärmeversorgung auszusteigen.