27 April 2026, 12:48

Salvadorianer in den USA bangt um ihren Schutzstatus – Familien droht Trennung

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der Personen zeigt, denen von 1990 bis 2016 in den USA Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Salvadorianer in den USA bangt um ihren Schutzstatus – Familien droht Trennung

Salvadorianer mit vorübergehendem Schutzstatus in den USA blicken einer ungewissen Zukunft entgegen

Für Salvadorianer, die unter dem Temporary Protected Status (TPS) in den USA leben, wird die Zukunft zunehmend unsicher, da das Auslaufen des Programms droht. Der Status, der nach den verheerenden Erdbeben von 2001 gewährt wurde, ermöglichte es Zehntausenden, seit mehr als zwei Jahrzehnten legal zu arbeiten und zu leben. Familien wie die von Lorena Zepeda könnten nun auseinandergerissen werden, falls die Schutzmaßnahmen nicht verlängert werden.

Der TPS wurde Salvadorianern erstmals 2001 nach zwei katastrophalen Erdbeben in El Salvador zuerkannt. Seither haben die Begünstigten sich ein Leben in den USA aufgebaut – viele von ihnen haben Kinder, die als US-amerikanische Staatsbürger geboren wurden. Die Überweisungen von salvadorianischen TPS-Inhabern erreichten 2024 die Rekordsumme von 9,9 Milliarden US-Dollar – fast ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von El Salvador.

Im April 2025 stufte das US-Außenministerium die Reisehinweise für El Salvador auf die höchste Sicherheitsstufe hoch und verwies dabei auf einen deutlichen Rückgang der Gewaltkriminalität und Mordrate. Trotz dieser Fortschritte hat Salvadoras Präsident Nayib Bukele öffentlich noch nicht auf eine Verlängerung des TPS gedrängt. Unterdessen hatte der ehemalige Präsident Donald Trump den Schutzstatus für rund eine Million Menschen aus Ländern wie Venezuela, Honduras und Afghanistan bereits beendet.

Lorena Zepeda, die seit langem TPS-Inhaberin ist, steht nun möglicherweise vor der Abschiebung, während ihre Familienmitglieder über einen dauerhaften Aufenthaltsstatus oder die Staatsbürgerschaft verfügen. Ihr Schicksal spiegelt eine breitere Realität wider: Die meisten salvadorianischen TPS-Empfänger haben in den USA geborene Kinder, was die Konsequenzen eines Wegfalls der Schutzmaßnahmen noch gravierender macht.

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Das Ende des TPS würde Tausende Salvadorianer der Gefahr einer Abschiebung aussetzen – selbst wenn ihre Familien rechtmäßig in den USA verwurzelt bleiben. Da die Regierung von El Salvador bisher keinen offiziellen Antrag auf Verlängerung gestellt hat, hängt das Schicksal langjähriger Einwohner in der Schwebe. Auch die wirtschaftlichen Folgen für El Salvador könnten verheerend sein, angesichts der Milliardenbeträge, die jährlich in das Land überwiesen werden.

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