Salim Dola: Vom Haschischhändler zum gesuchten Drogenboss von Mumbai
Sebastian VoigtSalim Dola: Vom Haschischhändler zum gesuchten Drogenboss von Mumbai
Salim Dola, eine Schlüsselfigur der Mumbai-Unterwelt mit einer langen kriminellen Vergangenheit, ist festgenommen und nach Indien ausgeliefert worden. Seine Laufbahn begann Anfang der 1990er-Jahre als Händler für Charas, eine Form von Haschisch. Im Laufe der Jahre weiteten sich seine Aktivitäten auf großangelegten Drogenhandel aus, zudem wird ihm eine Verbindung zu organisierten Verbrechersyndikaten nachgesagt.
Dola begann um 1991/92 mit dem Verkauf von Charas. 1998 wurde er am Flughafen Mumbai festgenommen, als er versuchte, 40 Kilogramm Mandrax-Tabletten zu schmuggeln. Noch im selben Jahr verbrachte er fast sechs Monate im Arthur-Road-Gefängnis, wo er Kontakte zu Insassen knüpfte, die dem D-Company-Netzwerk zugerechnet werden. Nach seiner Entlassung gründete er in Mumbai ein Catering-Unternehmen namens Bohri Caterers.
Das Geschäft hatte jedoch keinen Bestand. Dola kehrte in den Drogenhandel zurück und setzte seine kriminellen Machenschaften fort. 2018 wurde er erneut verhaftet – diesmal wegen des Verdachts, 100 Kilogramm des mutmaßlichen Synthetikopioids Fentanyl besessen zu haben. Später kam er gegen Kaution frei, floh jedoch aus dem Land und verstieß damit gegen seine Auflagen.
Im April 2023 gelang es den Behörden schließlich, Dola im Rahmen der Operation Global Hunt zu ergreifen und nach Indien auszuliefern. Trotz seiner früheren Verbindungen bestreitet er jede operative Zusammenarbeit mit der D-Company.
Nach seiner Auslieferung stehen Dola in Indien nun gerichtliche Verfahren bevor. Seine Vergangenheit ist geprägt von mehreren Festnahmen, einem kurzen Versuch, ein legales Geschäft aufzubauen, und einer anhaltenden Verstrickung in drogenbezogene Straftaten. Die Ermittler untersuchen weiterhin seine mutmaßlichen Verbindungen und Aktivitäten.
