Sachsens Verkehrsminister fordert schnelles Handeln bei wichtigen Bahnprojekten nach Polen und Tschechien

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Zwei Züge auf parallelen Gleisen mit einem Zaun im Vordergrund, ein Auto auf der Straße rechts daneben, eine Signalleuchte auf einem Pfahl und Gebäude im Hintergrund unter einem Himmel.

Kraushaar: Ostdeutschland braucht mehr Tempo im Bahnverkehr - Sachsens Verkehrsminister fordert schnelles Handeln bei wichtigen Bahnprojekten nach Polen und Tschechien

**Sachsens Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (CDU) hat ihre Frustration über die zögerliche Erweiterung des Schienennetzes in Ostdeutschland – insbesondere in ihrer Region – deutlich gemacht. Sie fordert zügige Maßnahmen bei zentralen Projekten, um die Anbindungen nach Polen und Tschechien zu verbessern. Kraushaar, die im Kabinett für Infrastruktur und Landesentwicklung zuständig ist, kritisierte den aktuellen Zustand der Bahnverbindungen nach Mittel- und Osteuropa als "inakzeptabel". Trotz der zentralen Rolle Sachsens als Eisenbahnknotenpunkt fehlt es an leistungsfähigen Strecken in östlicher Richtung, betonte sie. Die Ministerin verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung besserer Verbindungen – sowohl für den grenzüberschreitenden Personen- und Güterverkehr als auch für militärische Logistik. Ein zentrales Vorhaben, das derzeit im Bundestag geprüft wird, ist die Elektrifizierung und der Ausbau der Strecke Cottbus–Görlitz, die künftig Zuggeschwindigkeiten von bis zu 160 km/h ermöglichen soll. Kraushaar drängt auf schnelle Entscheidungen zu Finanzierung und Umsetzung, falls das Projekt genehmigt wird. Priorität hat für sie zudem die Elektrifizierung der Linie Dresden–Görlitz, deren Kosten auf mindestens 750 Millionen Euro geschätzt werden. Darüber hinaus setzt sie sich für eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Dresden und Prag ein, um eine kritische Lücke im europäischen Nord-Süd-Korridor zu schließen. Kraushaar hofft, dass der geplante Sonderfonds des Bundes für Infrastruktur die Umsetzung dieser dringend benötigten Projekte beschleunigt. Sie äußerte sich enttäuscht darüber, dass Ostdeutschland in der Verkehrspolitik oft vernachlässigt werde – vor allem wegen unzureichender Bahnanbindungen nach Osten und Süden. Ihre Forderungen unterstreichen die strategische Bedeutung dieser Strecken für Sachsen und die gesamte Region.