Sachsen verzeichnet 2024 einen Anstieg von 250 Fällen im Bereich des Jugendschutzes

Admin User
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Zwei Kinder versuchen, in ein Auto mit anderen Menschen in der Nähe zu steigen.

Sachsen verzeichnet 2024 einen Anstieg von 250 Fällen im Bereich des Jugendschutzes

In Sachsen gab es 2024 eine deutliche Veränderung bei den Fällen des Kinderschutzes. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die in Obhut genommen wurden, stieg um 250 auf 3.281 – bei einem spürbaren Rückgang unbegleiteter ausländischer Minderjähriger. Überforderung der Eltern war der Hauptgrund für diese Maßnahmen. Im vergangenen Jahr nahmen Jugendämter, Polizei und Ordnungsbehörden 458 unbegleitete ausländische Minderjährige in Obhut, ein deutlicher Rückgang im Vergleich zu 2.008 Fällen im Vorjahr. Dennoch erhöhte sich die Gesamtzahl der Kinder und Jugendlichen in Schutzgewahrsam um 250 auf 3.281. Am stärksten betroffen war die Altersgruppe der 16- bis 18-Jährigen, die 34 Prozent aller Fälle ausmachte. In mehr als der Hälfte der Fälle leiteten die Behörden die Inobhutnahme wegen einer akuten Gefährdung ein, die häufig auf die Überlastung der Eltern zurückging. Dies war der häufigste Grund für die Eingriffe. Verantwortlich für den Anstieg der Schutzmaßnahmen in Sachsen sind die Jugendämter, die Polizei und die Ordnungsbehörden, die aufgrund unmittelbarer Gefahr handelten. Trotz des Rückgangs unbegleiteter ausländischer Minderjähriger stieg die Gesamtzahl der betreuten Kinder und Jugendlichen – besonders betroffen war dabei die Altersgruppe der 16- bis 18-Jährigen.