08 May 2026, 14:08

Sachsen-Anhalt erklärt 8. Mai erstmals zum offiziellen Gedenktag für die Befreiung

Schwarzer Granitdenkmal mit eingravierter Inschrift, umgeben von einer Straße, Laternen, Geländern und einem Gebäude im Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

Sachsen-Anhalt erklärt 8. Mai erstmals zum offiziellen Gedenktag für die Befreiung

Sachsen-Anhalt erklärt den 8. Mai erstmals offiziell zum Gedenktag

Die Entscheidung fällt mit dem heutigen Tag der Befreiung zusammen, an dem das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa im Jahr 1945 begangen wird. Der Schritt folgt einer Initiative der Linken im Landtag, die sich für die formelle Anerkennung des Datums eingesetzt hatte.

Eva von Angern, Vorsitzende der Linksfraktion, betonte, dass dieser Tag eine echte Bedeutung behalten müsse. Er dürfe niemals zu einer leeren Ritualhandlung verkommen, sondern solle eine bewusste Auseinandersetzung mit der Geschichte bleiben. Von Angern wies zudem auf die Notwendigkeit hin, das Gedenken zu stärken – besonders angesichts der immer weniger werdenden Zeitzeug:innen.

Sie würdigte die Soldaten der Anti-Hitler-Koalition, Widerstandskämpfer:innen und Partisan:innen, die zum Kriegsende beitrugen. Ihr Dank galt auch jenen, die in Deutschlands dunkelster Zeit die Menschlichkeit bewahrten. Gleichzeitig erinnerte sie an die unzähligen Opfer faschistischer Gräueltaten und forderte, dass die Erinnerung an diese Verbrechen wachgehalten werden müsse.

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Von Angern forderte eine dauerhafte Finanzierung und Modernisierung der Gedenkstätten im Land. Zudem kündigte sie an, dass Schulklassen in Sachsen-Anhalt diese Orte künftig verpflichtend besuchen werden. Die Ideologie, die Auschwitz ermöglichte, existiere bis heute, warnte sie – ihr müsse entschlossen entgegengetreten werden.

Mit der neuen Regelung wird der 8. Mai in Sachsen-Anhalt nun jährlich offiziell begangen. Schulen sollen eine zentrale Rolle dabei spielen, künftige Generationen über die Schrecken des Faschismus aufzuklären. Durch die langfristige Förderung und Aktualisierung der Gedenkstätten will das Land die Lehren der Geschichte lebendig halten.

Quelle