25 June 2026, 07:01

Russlands umstrittene Hotelregeln: Warum unverheiratete Paare diskriminiert werden

Anwalt äußert sich zu den Aussagen des russischen Justizministers über die Co-Habitation

Russlands umstrittene Hotelregeln: Warum unverheiratete Paare diskriminiert werden

Ein kürzlich geführtes Interview hat die Debatte über Hotelrichtlinien in Russland neu entfacht. Anton Kljutschko, Leiter der Kanzlei Kljutschko, Landau und Partner, sprach mit dem Nachrichtenportal RIAMO über die umstrittenen „Eheprüfungen“ für Paare, die gemeinsame Zimmer buchen.

Der stellvertretende Justizminister Wadim Balanin hatte zuvor behauptet, dass das Zusammenleben ohne Trauschein eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstelle. Seine Äußerungen fielen im Rahmen einer Diskussion beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg.

Kljutschko widersprach dieser Position und argumentierte, dass solche Hotelvorgaben grundlegende Rechte verletzten. Er betonte, dass die Verweigerung eines gemeinsamen Zimmers für unverheiratete Paare gegen verfassungsmäßige Schutzbestimmungen verstoße. Zudem wies er auf Bedenken hinsichtlich der Vertraulichkeit und der Freizügigkeit hin.

Die Stellungnahme des Rechtsexperten erhöht den Druck auf die Behörden, die Angelegenheit zu klären. Hotels, die solche Kontrollen durchsetzen, könnten mit rechtlichen Klagen wegen Verletzung von Grundrechten konfrontiert werden. Die Diskussion spiegelt die größeren Spannungen um persönliche Freiheiten in Russland wider.

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