08 June 2026, 12:33

Russlands neuer Anti-Betrug-Plan: Strengere Regeln für Banken und Telekommunikationsanbieter

Banken oder Telekommunikationsbetreiber sollen Opfer von Betrug entschädigen

Russlands neuer Anti-Betrug-Plan: Strengere Regeln für Banken und Telekommunikationsanbieter

Die russische Regierung hat einen neuen Gesetzentwurf zur Bekämpfung von Cyberbetrug im Rahmen der Initiative „Anti-Betrug 2.0“ vorgelegt. Das Gesetz sieht strenge Vorgaben für Banken und Telekommunikationsanbieter vor, um betrügerische Transaktionen zu erkennen und zu verhindern. Zudem regelt es die Entschädigung von Opfern, falls Institutionen diese Maßnahmen nicht einhalten.

Der Entwurf wurde der Staatsduma vorgelegt und im Februar 2026 in erster Lesung verabschiedet. Er enthält ein detailliertes Verfahren zur Identifizierung von Betrugsfällen, mit klaren Systemen und Kriterien, die Organisationen verpflichtend umsetzen müssen. Zu den Maßnahmen gehören die Kennzeichnungspflicht für eingehende internationale Anrufe sowie ein Überwachungssystem für Zahlungskarten.

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Betrugsopfer können von Banken oder Telekommunikationsanbietern Schadensersatz verlangen, wenn diese die geforderten Betrugspräventionsstandards nicht erfüllen. Die Entschädigungssumme entspricht dabei dem an Betrüger verlorenen Geld. Allerdings erhalten Geschädigte keine Ausgleichszahlungen, wenn eine Institution alle Vorschriften vollständig einhält, der Nutzer aber dennoch freiwillig Geld an Kriminelle überweist.

Das Gesetz zielt darauf ab, den Schutz vor Cyberbetrug zu stärken, indem es Banken und Anbieter in die Pflicht nimmt. Opfer können nur dann eine Erstattung beantragen, wenn Institutionen gegen die neuen Richtlinien verstoßen. Die endgültige Fassung des Gesetzentwurfs wird klären, wie diese Regeln in der Praxis durchgesetzt werden.

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