Russlands neue Handyregeln: Nummernmitnahme wird ab 2026 teurer – aber flexibler
Finn WolfRusslands neue Handyregeln: Nummernmitnahme wird ab 2026 teurer – aber flexibler
Ab September 2026 verlieren Russen ihre Mobilfunknummern nicht mehr beim Umzug in eine andere Region. Die Änderung ist Teil einer Überarbeitung der Telekommunikationsvorschriften, die Nutzern mehr Flexibilität bieten soll. Allerdings wird das Behalten der alten Nummer künftig teurer – so sehen es neue Pläne vor.
Bisher konnten Umziehende ihre bisherige Rufnummer zwar behalten, blieben aber an ihren ursprünglichen Tarif gebunden. Da die Preise regional unterschiedlich sind, führte dies oft zu unerwarteten Zusatzkosten. Künftig müssen Kunden ihren Mobilfunkanbieter vor dem Umzug formell um die Nummernmitnahme bitten.
Das Digitalministerium schlägt vor, die Gebühr für diesen Service von 100 auf 250 Rubel anzuheben. Nach Berechnungen der Behörde würden die Mehreinnahmen etwa 817,5 Millionen Rubel pro Jahr betragen – insgesamt rund 4,9 Milliarden Rubel zwischen 2026 und 2031.
Die Neuregelung gilt auch für Fälle, in denen das ursprüngliche Netz am neuen Wohnort nicht verfügbar ist. In solchen Situationen können Nutzer den Anbieter wechseln, ohne ihre Nummer aufgeben zu müssen. Die Anpassungen sind Teil einer umfassenden Strategie zur Entwicklung des russischen Telekommunikationssektors bis 2035.
Die aktualisierten Regeln treten im September 2026 in Kraft und sollen Bürgern, die in eine andere Region ziehen, mehr Komfort bieten. Die Gebührenerhöhung bedeutet jedoch, dass die Nummernmitnahme künftig mehr kostet. Die Behörden erwarten, dass die Änderungen die Staatseinnahmen steigern und gleichzeitig langfristige Branchenziele unterstützen.






