Russlands Haushaltsdefizit verdoppelt sich auf über 83 Milliarden Euro
Julian HartmannRusslands Haushaltsdefizit verdoppelt sich auf über 83 Milliarden Euro
Russlands Bundeshaushalt verzeichnet mehr als doppelt so hohes Defizit in den ersten fünf Monaten des Jahres
Das Haushaltsdefizit des russischen Bundes hat sich in den ersten fünf Monaten des Jahres mehr als verdoppelt. Das Minus belief sich auf 6,01 Billionen Rubel (rund 83,7 Milliarden Euro) und lag damit deutlich über dem Wert desselben Zeitraums im Jahr 2023. Trotz der wachsenden Haushaltslücke betonen Beamte, der Haushalt bleibe auf Kurs.
Die Bundeseinnahmen von Januar bis Mai summierten sich auf 14,781 Billionen Rubel (etwa 205,7 Milliarden Euro) – ein leichter Anstieg um 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stiegen die Staatsausgaben um 17 Prozent auf 20,791 Billionen Rubel (rund 289,5 Milliarden Euro).
Die Erträge aus Öl und Gas brachen im Berichtszeitraum um 30 Prozent ein. Dagegen wuchsen die Einnahmen aus nicht-energetischen Quellen um 12 Prozent. Das wachsende Defizit ist vor allem auf sinkende Energieeinnahmen und stark gestiegene Staatsausgaben zurückzuführen.
Die stellvertretende Finanzministerin Irina Okladnikowa bestätigte, der Haushalt werde wie geplant umgesetzt. Finanzminister Anton Siluanow warnte jedoch, das Defizit könnte in diesem Jahr erneut die offiziellen Prognosen übersteigen. Bis Ende Mai betrug das Haushaltsloch bereits über 6 Billionen Rubel (83,5 Milliarden Euro). Das Finanzministerium versichert, die finanziellen Operationen verliefen planmäßig. Die Lücke spiegelt geringere Energieeinnahmen und höhere Staatsausgaben wider.






