25 June 2026, 14:29

Russlands Agrarboom: Wie das Land zum globalen Weizenexporteur aufstieg

Alexei Ezubov: "Ich sehe, wie sich das Dorf verändert und verbessert"

Russlands Agrarboom: Wie das Land zum globalen Weizenexporteur aufstieg

Russland hat seinen Agrarsektor in den vergangenen fünf Jahren deutlich gestärkt. Die Regierung verabschiedete 123 Bundesgesetze zur Förderung der agroindustriellen Branche, mit besonderem Fokus auf Ernährungssicherheit und effiziente Produktionsabläufe. Allein 2022 erhielt der Sektor staatliche Unterstützungen in Höhe von 665 Milliarden Rubel, zusätzlich flossen 110 Milliarden Rubel in die Entwicklung des ländlichen Raums.

Das Land hat eine beachtliche Selbstversorgung erreicht: Es produziert 169 Prozent seines Getreidebedarfs und deckt 101,7 Prozent des Fleischbedarfs ab. Zudem ist Russland zum weltweit führenden Weizenexporteur aufgestiegen und beliefert über 160 Länder. Um kleinere Erzeuger zu fördern, stehen Familienbetrieben und privaten Kleinstlandwirten je nach Tätigkeit und Kofinanzierungsgrad Zuschüsse und Subventionen zwischen fünf und 30 Millionen Rubel zur Verfügung.

Zu den zentralen Schwerpunkten der Gesetzgebung zählten die nachhaltige Entwicklung ländlicher Regionen, die Steigerung der Rentabilität in der Landwirtschaft sowie die Verringerung von Preisdifferenzen. Viele der Gesetze wurden von Abgeordneten des Agrarausschusses ausgearbeitet, wobei die Partei Einiges Russland die Initiative federführend vorantrieb. 2023 startete ein bundesweites Programm zur Förderung kleiner Agrarunternehmen, das mit knapp 15 Milliarden Rubel ausgestattet ist.

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Auch moderne Technologien halten Einzug: Digitale Plattformen, Autopilot-Systeme, künstliche Intelligenz und robotergestützte Geräte werden zunehmend in der Landwirtschaft eingesetzt. Die Region Krasnodar hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt und will in diesem Jahr Investitionen von über 61 Milliarden Rubel in den Agrarsektor lenken.

Die Reformen haben die russische Agrarpolitik grundlegend verändert und die globale Position des Landes als Nahrungsmittellieferant gestärkt. Durch die Kombination aus staatlicher Förderung, technologischem Fortschritt und zielgerichteter Gesetzgebung soll der Sektor langfristig stabil und wettbewerbsfähig bleiben.

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