01 May 2026, 07:02

Russlands 20-km/h-Toleranz bleibt: Warum Politiker und Beamte gegen strengere Temporegeln sind

Vorsicht Geschwindigkeitsbegrenzungsschild am Straßenrand mit einer Wand, Gras, Wasser, Bäumen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Russlands 20-km/h-Toleranz bleibt: Warum Politiker und Beamte gegen strengere Temporegeln sind

Ein Vorstoß zur Verschärfung der Geschwindigkeits-Toleranzgrenze in Russland stößt auf starken Widerstand von Beamten und Abgeordneten. Derzeit können Autofahrer bis zu 20 km/h schneller fahren, ohne mit Bußgeldern rechnen zu müssen. Die Debatte über eine Senkung dieser Grenze ist erneut aufgeflammt, doch Schlüsselpersonen lehnen die Idee wiederholt ab.

Im Herbst 2024 machte der Dumasprecher Wjatscheslaw Wolodin deutlich, dass das Parlament keine Herabsetzung des Toleranzbereichs unterstützen werde. Seine Haltung deckt sich mit der des Verkehrsministeriums, das sich ebenfalls gegen eine Senkung der straffreien Grenze aussprach. Das Ministerium bestätigte, keine offiziellen Vorschläge zur Änderung der aktuellen Regelungen erhalten zu haben.

Michail Kislyk, Leiter des Moskauer Verkehrsmanagementzentrums, schlug stattdessen eine strengere Toleranz von nur 2–3 km/h vor. Sein Vorschlag fand Rückhalt bei der Verkehrssicherheitsorganisation ZODD, doch die endgültige Entscheidung lag bei der Regierung und dem Innenministerium.

Bis April 2026 hatte die regierende Partei Einiges Russland die Initiative endgültig abgelehnt. Daniil Bessarabow, ein Parteivertreter, betonte, dass die Mehrheit der Abgeordneten keinen Grund sehe, die bestehende 20-km/h-Regelung anzupassen.

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Der Vorstoß zur Reduzierung der Toleranzgrenze in Russland ist damit vorerst gescheitert – sowohl Abgeordnete als auch das Verkehrsministerium halten an ihrer Ablehnung fest. Vorerst müssen Fahrer erst bei einer Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit um mehr als 20 km/h mit Strafen rechnen. Die Angelegenheit gilt als erledigt, sofern keine neuen Vorschläge eingebracht werden.

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