28 June 2026, 05:02

Russland verschärft Regeln für Waffen, E-Scooter und Digitalen Rubel bis 2026

Was sich im Leben der Russen ab dem 1. Juli ändert: Neue Gesetze, Tarife und Bußgelder

Russland verschärft Regeln für Waffen, E-Scooter und Digitalen Rubel bis 2026

Russland hat eine Reihe regulatorischer Änderungen angekündigt, die mehrere Bereiche betreffen. Die neuen Vorschriften verschärfen den Umgang mit Waffenbesitz, vereinfachen die Verfahren für Kindergeld und führen strengere Kontrollen für E-Scooter und digitale Dienstleistungen ein. Diese Maßnahmen gehen mit steigenden Nebenkosten und einer Ausweitung der Testphase für den Digitalen Rubel einher.

Ab dem 1. Juli 2026 steigen die Gebühren für Wasser, Gas, Strom und Heizung im Durchschnitt um 9,5 %. Die genaue Erhöhung variiert je nach Gemeinde und gewähltem Tarifpaket.

Die Anforderungen für Waffenscheine werden strenger: Die Liste der ausschließenden psychischen Erkrankungen wurde erweitert. Aktuelle Besitzer müssen innerhalb eines Jahres eine verpflichtende Nachuntersuchung absolvieren, um ihre Genehmigung zu behalten.

Familien, die Kinder mit Behinderungen großziehen, profitieren von einem vereinfachten Verfahren zur Verlängerung des Kindergeldes. Ärztliche Atteste werden künftig automatisch über behördenübergreifende Datenaustauschsysteme hochgeladen, was den Papierkram reduziert.

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Auch die Regeln für E-Scooter werden verschärft. Fahrer müssen bei Verstößen wie Mitnahme von Personen, Rasen oder Unfallflucht mit Bußgeldern zwischen 5.000 und 30.000 Rubel rechnen. Zudem müssen alle E-Scooter in einem einheitlichen digitalen System registriert werden, andernfalls wird ihnen der Zugang zu geteilten Mobilitätsdiensten verwehrt.

Das Pilotprojekt für den Digitalen Rubel wird auf zwölf weitere Banken und zwei Millionen Einzelteilnehmer ausgeweitet. Nutzer können dann in großen Einzelhandelsketten mit einem universellen QR-Code bezahlen.

Bis zum 1. Juli 2026 wird der Verkauf ungekennzeichneter E-Liquids und Einweg-E-Zigaretten verboten – damit endet die Übergangsphase für die Kennzeichnung von Nikotinprodukten. Unternehmen müssen Datenschutzverletzungen zudem innerhalb von 24 Stunden an Roskomnadzor melden; bei Wiederholungstaten drohen Strafen von bis zu 3 % des Jahresumsatzes.

Einkünfte aus Nebenjobs beeinflussen künftig nicht mehr den Anspruch auf das einheitliche Kindergeld, sofern der Jugendliche weiterhin zur Schule geht.

Die neuen Maßnahmen führen zu strengeren Kontrollen bei Waffenbesitz, E-Scootern und Datensicherheit. Gleichzeitig steigen die Nebenkosten, während Familien und Nutzer digitaler Währungen Änderungen in administrativen Abläufen erwarten. Alle Anpassungen treten bis Mitte 2026 oder früher in Kraft.

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