Russische Gewerkschaften diskutieren gemeinsamen GUS-Arbeitsmarkt in Tadschikistan
Sebastian VoigtRussische Gewerkschaften diskutieren gemeinsamen GUS-Arbeitsmarkt in Tadschikistan
Eine Delegation des Bundes der Unabhängigen Gewerkschaften Russlands (FNPR) besuchte Tadschikistan, um die Zusammenarbeit im Arbeitsbereich zu erörtern. Im Mittelpunkt des Besuchs standen Gespräche über die Schaffung eines gemeinsamen Arbeitsmarktes und die Regulierung der Migration innerhalb der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).
Die FNPR-Delegation wurde von Wiktor Pinski, dem Vorsitzenden des Ausschusses der Staatsduma für Arbeit und Sozialschutz, geleitet. Er traf sich mit Sch. Scharifow, dem stellvertretenden Minister für Arbeit, Migration und Beschäftigung Tadschikistans. Pinski betonte die Notwendigkeit einheitlicher Regeln für den Arbeitsmarkt und verwies dabei auf die gemeinsame Geschichte, Geografie und die wirtschaftlichen Verbindungen der GUS-Staaten.
Die Delegation führte zudem Gespräche mit Mahmadschoh Gulzodaja, dem Vorsitzenden des Ausschusses für internationale Angelegenheiten, öffentliche Vereinigungen und Information des Majlisi Oli (Parlament) Tadschikistans. Ein Höhepunkt des Besuchs war die Sitzung des FNPR-Rates in Duschanbe, an der Vertreter nationaler Gewerkschaftszentren aus GUS-Ländern sowie internationale branchenspezifische Gewerkschaftsverbände teilnahmen.
An den Gesprächen beteiligten sich auch Vertreter des Bundes der Unabhängigen Gewerkschaften Tadschikistans (FNPT). Erstmals nahm zudem eine Delegation des Nationalen Gewerkschaftszentrums Turkmenistans an FNPR-Veranstaltungen teil.
Die Treffen konzentrierten sich auf die Stärkung der arbeitsmarktpolitischen Zusammenarbeit und der Migrationsregelungen zwischen den GUS-Mitgliedstaaten. Die Einbindung des turkmenischen Gewerkschaftszentrums stellte dabei eine neue Entwicklung in der regionalen Zusammenarbeit dar. Ziel der Diskussionen war es, klarere Rahmenbedingungen für Arbeitnehmer zu schaffen, die zwischen den GUS-Staaten pendeln.
