Floridas Schulratskandidaten lehnen gewählten Amtsleiter einstimmig ab
Sebastian VoigtFloridas Schulratskandidaten lehnen gewählten Amtsleiter einstimmig ab
Ein geplanter Gesetzesentwurf in Florida könnte den Wählern die Entscheidung überlassen, ob der Schulamtsleiter des Hillsborough County künftig gewählt statt ernannt werden soll. Die Vorlage, die noch der Unterschrift von Gouverneur Ron DeSantis bedarf, hat unter den Kandidaten für den Schulrat eine Debatte ausgelöst. Bei einer kürzlichen Podiumsdiskussion sprachen sich die Bewerber aus den Bezirken 2 und 6 einstimmig gegen die Änderung aus.
Das vom Landesparlament verabschiedete Gesetz würde die Frage auf den Wahlzettel im November setzen. Falls DeSantis unterzeichnet, könnten die Wähler 2026 entscheiden, ob der Wechsel von einem ernannten zu einem gewählten Schulamtsleiter vollzogen wird. Dies folgt auf jahrelange Diskussionen, wobei konservative Kandidaten wie Karen Perez und Rita Martinez seit 2023 auf eine Volksabstimmung drängen.
Bei einer Veranstaltung des Tampa Tiger Bay Club lehnten alle Kandidaten die Idee eines gewählten Schulamtsleiters ab. Karen Perez, aktuelle Ratsvorsitzende und Bewerberin für Bezirk 6, argumentierte, Wahlkämpfe würden von den Bedürfnissen der Schüler ablenken. Sally Harris Williamson, ebenfalls Kandidatin in Bezirk 6, warnte, ein gewählter Amtsleiter würde zu viel Zeit mit Spendensammlung verbringen.
In Bezirk 2 betonte Daniela Simic, dass der Schulamtsleiter über pädagogische Fachkenntnisse und nicht über politische Erfahrung verfügen solle. Chris Taylor verglich den Vorschlag mit der Wahl eines Krankenhaus-Chefarztes und nannte ihn undurchführbar. Ken Gay, ein weiterer Bewerber in Bezirk 6, pflichtete bei und bestand darauf, dass die Position fachlich und nicht politisch besetzt werden sollte.
Auf der Veranstaltung wurden auch andere zentrale Themen wie Buchentfernungen aus Bibliotheken, Schulsecurity und Lehrergehälter diskutiert. Die Schulratswahl selbst findet im November statt, wobei die Kandidaten Schwerpunkte auf Rechenschaftspflicht und Führungskompetenz legen.
Der Gesetzesentwurf liegt nun bei Gouverneur DeSantis, der über das weitere Vorgehen der Volksabstimmung entscheiden wird. Bei einer Zustimmung hätten die Wähler 2026 das letzte Wort. Vorerst sind sich die Schulratskandidaten jedoch einig in ihrer Ablehnung eines gewählten Schulamtsleiters.






