30 June 2026, 03:01

Rikers Island: Erste Gefängnis-Schließung – doch das große Ziel wackelt

Mamdani-Verwaltung schließt Teil von NYC's Rikers Island

Rikers Island: Erste Gefängnis-Schließung – doch das große Ziel wackelt

New York hat einen weiteren Schritt zur Schließung des Gefängniskomplexes Rikers Island unternommen: Die Justizvollzugsanstalt North Infirmary Command wurde geschlossen. Die Maßnahme ist Teil der rechtlichen Verpflichtung der Stadt, das gesamte Gefängnisgelände bis August 2027 zu schließen. Die Verwaltung von Bürgermeister Zohran Mamdani gab die Schließung am Montag bekannt.

Die Einrichtung North Infirmary Command wurde endgültig stillgelegt und an die Behörde für stadtweite Verwaltungsdienste (Department of Citywide Administrative Services) übergeben. Die Schließung wurde möglich, nachdem im Bellevue Hospital eine neue therapeutische Wohneinheit für Inhaftierte mit akutem medizinischem Bedarf eröffnet worden war. Dort werden derzeit 104 Personen mit spezialisierter Betreuung versorgt.

Keine der übergebenen Einrichtungen hatte zuvor Inhaftierte beherbergt. Zudem plant die Stadt, zwei weitere therapeutische Wohneinheiten in den Krankenhäusern NYC Health + Hospitals/Woodhull und North Central Bronx einzurichten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Bürgermeister Mamdani äußerte jedoch Bedenken, ob das Ziel einer vollständigen Schließung von Rikers Island bis 2027 erreicht werden kann. Die neuen, nach Stadtbezirken verteilten Gefängnisse, die Rikers ersetzen sollen, werden insgesamt nur 4.100 Haftplätze bieten – deutlich weniger als die derzeitige Belegungszahl von etwa 6.700 Inhaftierten auf Rikers Island.

Die Behörde für stadtweite Verwaltungsdienste wird nun einen Masterplan für die künftige Nutzung des Rikers-Island-Geländes nach der Gefängnis-Schließung entwickeln. Die Stilllegung von North Infirmary Command markiert zwar einen Fortschritt im Vorhaben, Rikers Island durch kleinere, bezirksnahe Justizvollzugsanstalten zu ersetzen. Doch die Zukunft der Insel selbst hängt vom anstehenden Masterplan ab. Zudem muss die Stadt die Lücke zwischen der Kapazität der neuen Gefängnisse und der aktuellen Gefangenenpopulation schließen.

Lesen Sie auch:

Quelle