Republikaner wirft Maryland-Gouverneur Wes Moore Wahlmanipulation vor
Julian HartmannRepublikaner wirft Maryland-Gouverneur Wes Moore Wahlmanipulation vor
Marylands Vorwahlen finden am Dienstag, dem 23. Juni, statt. Die Frühwahl endet bereits am Donnerstag, dem 18. Juni. Der Wahlkampf hat eine ungewöhnliche Wendung genommen: Der republikanische Kandidat Ed Hale wirft dem amtierenden demokratischen Gouverneur Wes Moore vor, durch gezielte Werbung in die GOP-Vorwahlen einzugreifen.
Hale behauptet, Moore schalte Anzeigen, um Dan Cox zu stärken – seinen Kontrahenten aus der Gouverneurswahl 2022. Zwar hat Moores Kampagne Cox nicht offiziell unterstützt, doch die Spots stellen ihn als überzeugten MAGA- und Trump-Anhänger dar. Hales Running Mate, Tyrone Keys, argumentiert, Moore fürchte sich vor einem direkten Duell mit Hale und setze diese Taktik ein, um es zu vermeiden.
Die Strategie ist als „Pied-Piper-Methode“ bekannt: Dabei fördert ein Lager bewusst einen schwächeren Gegner in der gegnerischen Vorwahl, um die eigenen Chancen bei der Hauptwahl zu erhöhen. Doch das Vorgehen birgt Risiken – etwa Reputationsschäden oder falsch eingesetzte Ressourcen.
Die Werbung kommt Cox zugute, den Moore 2022 bereits besiegte. Hale besteht darauf, dass es sich um einen gezielten Versuch handelt, die republikanische Nominierung zu beeinflussen. Die Wähler werden am 23. Juni nach Schließung der Wahllokale das Ergebnis bestimmen.






