Rentenreform: Bundesregierung plant radikale Umstellung mit einheitlicher Altersvorsorge
Charlotte RichterRentenreform: Bundesregierung plant radikale Umstellung mit einheitlicher Altersvorsorge
Die Rentenkommission der Bundesregierung hat weitreichende Vorschläge zur Reform des Rentensystems vorgelegt. Die Pläne umfassen eine einheitliche, einkommensabhängige Rente sowie eine neue kapitalgedeckte Säule für die gesetzliche Altersvorsorge. Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine zügige Umsetzung der Empfehlungen zugesagt.
Ziel der Kommissionsvorschläge ist es, die Rentenversicherung auf nahezu alle Erwerbstätigen auszudehnen. Angestellte, Selbstständige, Abgeordnete und Führungskräfte aus der Wirtschaft würden in ein einheitliches System einzahlen. Beamte blieben jedoch nach aktuellem Stand von der Reform ausgenommen.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke forderte eine breitere Debatte. Er plädierte dafür, auch Beamte in die Diskussion einzubeziehen, und warnte vor den Folgen für Rentner in Ostdeutschland.
Die Kommission schlug zudem vor, das Renteneintrittsalter schrittweise über 67 Jahre hinaus anzuheben – gekoppelt an die steigende Lebenserwartung. Zudem sollen die Möglichkeiten für einen vorzeitigen Ruhestand nach 45 Beitragsjahren gestrichen werden.
Kritik kam prompt von Oppositionsparteien. AfD und BSW lehnten die Pläne zur Anhebung des Renteneintrittsalters und zur Einschränkung des vorzeitigen Ruhestands ab.
Kanzler Merz bekräftigte, alle Empfehlungen der Kommission umsetzen zu wollen. Die Reformen würden einen tiefgreifenden Wandel des deutschen Rentensystems bedeuten und im Falle ihrer Umsetzung Millionen Beschäftigte in verschiedenen Berufen betreffen.






