Rekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Betrug droht hinter den Kulissen
Sebastian VoigtRekordzahl ausländischer Studierender in Deutschland – doch Betrug droht hinter den Kulissen
Deutschland verzeichnet Rekordzahl internationaler Studierender
Im aktuellen akademischen Jahr hat Deutschland mit über 402.000 eingeschriebenen Studierenden im Wintersemester 2024/25 einen neuen Höchststand bei internationalen Studierenden erreicht. Fast 60.000 von ihnen stammen aus Indien – die größte Gruppe ausländischer Studierender im Land. Doch zugleich wachsen die Bedenken wegen irreführender Rekrutierungspraktiken, die sich gezielt an diese Lernenden richten.
Joybrato Mukherjee, Präsident des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), hat Alarm geschlagen: Unethische Vermittlungsagenturen agierten in einer rechtlichen Grauzone und bereicherten sich, indem sie Studierende – vor allem aus Indien – mit falschen Versprechungen an deutsche Hochschulen lockten. Mukherjee forderte die Hochschulen auf, die Zusammenarbeit mit solchen Agenturen zu beenden, um Ausbeutung zu verhindern.
Kritik übte er auch an bestimmten privaten Hochschulen, insbesondere in Berlin, die fragwürdige Studiengänge anböten. Einige staatlich anerkannte Einrichtungen und ihre Programme hätten seiner Meinung nach niemals eine Akkreditierung erhalten dürfen. Die Problematik macht viele indische Studierende anfällig für Täuschung: Manche reisten an und stellten fest, dass ihre Abschlüsse oder Berufsaussichten weit schlechter waren als versprochen.
Die Warnungen kommen zu einer Zeit, in der die Zahl internationaler Studierender in Deutschland weiter steigt. Da indische Studierende die größte Gruppe bilden, werden die Forderungen nach strengeren Kontrollen privater Hochschulen und Vermittlungsagenturen immer lauter. Mukherjees Äußerungen unterstreichen die Dringlichkeit klarer Regelungen, um Studierende vor unseriösen Praktiken zu schützen.






