16 March 2026, 04:03

Rasertickets bringen Städten Millionen – doch die Blitzer kosten auch Geld

Eine belebte Stadtstraße mit verschiedenen Fahrzeugen, darunter ein Lastwagen und ein Auto, Laternenpfählen, Verkehrsampeln, Schildern, einer Brücke mit Geländern, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

Hilfe für klamme Städte? Wie viel zahlen Raser an Bußgeldern - Rasertickets bringen Städten Millionen – doch die Blitzer kosten auch Geld

Geschwindigkeitsüberschreitungen in Deutschland: Einnahmen für Städte, aber auch Kostenfaktor

Geldstrafen für Rasern bringen deutschen Kommunen Einnahmen, verursachen aber auch Ausgaben. Die Haushalte der Städte profitieren von den Mitteln, die etwa in Projekte zur Verkehrssicherheit fließen können. Gleichzeitig entstehen jedoch Kosten für Wartung und Reparatur der Geschwindigkeitsmessgeräte.

Die Höhe der Bußgelder hängt vom Ort und der Schwere des Verstoßes ab. Innerorts zahlen Autofahrer mindestens 30 Euro, wenn sie die zulässige Höchstgeschwindigkeit um bis zu 10 km/h überschreiten. Bei schwerwiegenderen Verstößen steigen die Strafen deutlich an: Wer mehr als 70 km/h zu schnell fährt, muss bis zu 800 Euro zahlen, erhält zwei Punkte in Flensburg und einen dreimonatigen Fahrverbot.

Außerorts sind die Bußgelder und Sanktionen etwas niedriger, doch auch hier können bis zu 800 Euro fällig werden. Die Nutzung von Navigations-Apps oder Geräten, die vor Blitzern warnen, ist verboten und wird mit 75 Euro Strafe sowie einem Punkt geahndet.

Die Städte geben Geld für Personal, Ausrüstung und Reparaturen der Blitzer aus. Vandalismus wie Beschädigungen oder Graffiti erhöht die Kosten zusätzlich. Die meisten Kommunen halten die Anzahl der Messgeräte konstant, einige bauen die Kontrollen jedoch aus. Die Einnahmen aus den Bußgeldern fließen in den allgemeinen Haushalt und finanzieren etwa Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung oder den Ausbau der Radinfrastruktur.

Die Entwicklung der Bußgeldeinnahmen variiert je nach Stadt: Manche verzeichnen Zuwächse, andere Rückgänge. In Freiburg im Breisgau liegen keine klaren Daten zu stationären Blitzern vor – nur die Standorte mobiler Kontrollen sind erfasst.

Geschwindigkeitsstrafen bringen den Kommunen zwar Einnahmen, erfordern aber auch laufende Investitionen. Die Mittel tragen zu Verbesserungen der Verkehrssicherheit bei, etwa durch Radwege oder Verkehrsmanagement. Gleichzeitig müssen die Städte die Kosten für die Kontrolle mit dem Erhalt und Schutz der Technik in Einklang bringen.

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