"Radikale Freundlichkeit": Wie wir Alltagsärger mit Liebe begegnen können
Charlotte Richter"Radikale Freundlichkeit": Wie wir Alltagsärger mit Liebe begegnen können
Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ schlägt vor, täglichen Ärger mit Liebe zu begegnen. Die Autorin möchte dies ausprobieren, indem sie in nervigen Situationen bewusst positive Aspekte sucht. Außerdem wird sie aufhören, sich selbst als „Idiotin“ zu bezeichnen, und stattdessen den Begriff „kognitiver Minimalist“ verwenden.
Das Buch beleuchtet kulturelle Eigenheiten im Umgang mit Frustration und Sprache. Österreicher:innen verfügen beispielsweise über mehr als 50 Wörter für „Idiot“, darunter „Dodel“, „Wappler“ oder „Vollkoffer“. Fluchen wird dort mit einer Energiequelle verglichen – oder gar als eine Art Yoga beschrieben. Langsame Fahrer auf der Südautobahn gelten als belebend, wie ein koffeinfreies Energydrink.
In Island wiederum gibt es über 50 Begriffe für Schnee. Solche sprachlichen Feinheiten zeigen, wie unterschiedlich Kulturen Ärger und ihre Umwelt beschreiben.
Die Autorin will Reizungen künftig mit einer freundlicheren Haltung begegnen und Selbstkritik durch wohlwollendere Formulierungen ersetzen. Das Buch regt zu kleinen, praktischen Veränderungen an – darum geht es: gelassener auf Alltagsärger zu reagieren.






