26 June 2026, 10:01

Pro Bahn bewertet VRR-Tarife: Fortschritte und gravierende Schwächen bei eezy-Tickets

Pro Bahn kritisiert Schwächen bei digitalen Regionaltarifen in NRW

Pro Bahn bewertet VRR-Tarife: Fortschritte und gravierende Schwächen bei eezy-Tickets

Pro Bahn analysiert aktuelle Tarifänderungen im VRR und im Rheinland-Tarif

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat die jüngsten Tarifanpassungen im Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und im Rheinland-Tarif unter die Lupe genommen. Die Bewertung zeigt sowohl Fortschritte als auch anhaltende Probleme bei den neuen digitalen eezy-Tarifen und den bestehenden Preismodellen. Während einige Aspekte positiv hervorgehoben werden, bleiben andere für Reisende weiterhin problematisch.

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Gelobt wurden die Preise für Tageskarten im VRR sowie die monatliche Kostenobergrenze in beiden Tarifsystemen. Auch die Einzelkindertarife im VRR wurden als angemessen und bezahlbar eingestuft. Diese Verbesserungen tragen dazu bei, die Reisekosten für manche Fahrgäste besser kalkulierbar zu machen.

Kritik übt Pro Bahn jedoch an grundlegenden Schwächen des eezy-Tarifsystems. Anders als klassische 24-Stunden-Tickets sehen digitale Fahrscheine in mehreren Preisstufen keine tagesbezogene Preisdeckelung vor – was sie im Alltag für viele Reisende teurer machen kann. Zwar ermöglicht die Tarifsegmentierung auf bestimmten Strecken Einsparungen, doch erhöht sie gleichzeitig die Komplexität des Systems unnötig.

Ein weiteres Manko: In beiden Netzen gibt es derzeit keine speziellen Tageskarten für Kinder, die allein unterwegs sind. Gelegenheitsfahrende, Familien und unbegleitete Kinder stehen damit weiterhin vor der Herausforderung, sich durch undurchsichtige Tarifstrukturen kämpfen zu müssen. Der Tarifexperte Jörg Bruchertseifer warnte, dass solche Inkonsistenzen das Vertrauen in digitale Ticketangebote untergraben könnten.

Fazit der Pro-Bahn-Prüfung: Die Tarifreformen präsentieren sich als gemischtes Bild. Zwar gibt es vereinfachte und kostengünstigere Optionen, doch bleiben Lücken und unnötige Komplexitäten bestehen. Reisende müssen nach wie vor verschiedene Preismodelle vergleichen, um das beste Angebot zu finden.

Quelle