Pressefreiheit 2026: Deutschland fällt auf Platz 14 – Gewalt gegen Journalisten steigt dramatisch
Charlotte RichterPressefreiheit 2026: Deutschland fällt auf Platz 14 – Gewalt gegen Journalisten steigt dramatisch
Pressefreiheitsindex 2026: Weltweiter Rückgang – Deutschland rutscht auf Platz 14 ab
Der World Press Freedom Index 2026 offenbart einen drastischen Rückgang der Pressefreiheit weltweit. Nur sieben Länder erhielten die Bewertung „gut“, während mehr als die Hälfte der 180 untersuchten Staaten als „schwierig“ oder „sehr ernst“ für Journalistinnen und Journalisten eingestuft wurden. Norwegen führt die Rangliste an, am Ende steht Eritrea.
Auch Deutschlands Position im Index hat sich verschlechtert. 2026 fiel das Land um drei Plätze auf Rang 14 zurück. Der Abstieg geht einher mit einer zunehmenden Gewaltwelle gegen Medienschaffende im Inland.
Allein 2023 wurden in Deutschland 25 Angriffe auf Medienvertreter registriert. Diese Zahl stieg bis 2025 auf 54 – eine Verdopplung innerhalb von nur zwei Jahren. 2024 gab es 46 gewalttätige Vorfälle, wobei lediglich einer mit rechtsextremen Motiven in Verbindung gebracht wurde. Von den insgesamt 85 dokumentierten Fällen zwischen 2023 und 2025 standen neun im Zusammenhang mit rechtsextremen Ideologien, 15 mit linksextremen Überzeugungen und 26 mit ausländischen extremistischen Gruppen.
Der globale Bericht zeichnet ein besorgniserregendes Bild für Journalistinnen und Journalisten. Deutschlands sinkende Platzierung und die steigende Zahl von Angriffen spiegeln die wachsenden Herausforderungen für die Sicherheit von Medienvertretern wider. Die Ergebnisse unterstreichen die dringende Notwendigkeit stärkerer Schutzmaßnahmen für die Pressefreiheit weltweit.
