21 April 2026, 04:03

Potsdam führt ab Juli 2023 Steuer auf Einweg-Geschirr ein – was das bedeutet

Großes Lagerinnere mit verschiedenen Reifen, Containern, Topfpflanzen, bedruckten Platten, Pfählen, Lampen, einem blauen Tuch und anderen Gegenständen, in einer verschneiten Outdoor-Umgebung mit Bäumen und Fahrzeugen.

Potsdam führt ab Juli 2023 Steuer auf Einweg-Geschirr ein – was das bedeutet

Potsdam führt ab 1. Juli 2023 Steuer auf Einweg-Geschirr und -Behälter ein

Mit der neuen Abgabe will die Landeshauptstadt ihre Einnahmen steigern und folgt damit einem Trend, den bereits andere deutsche Kommunen vorgegeben haben. Die brandenburgischen Kommunalbehörden suchen seit Längerem nach Wegen, um die Haushaltslage zu entlasten.

Der Stadtrat hatte die Verpackungssteuer bereits im März 2023 beschlossen. Künftig werden auf jeden Einweg-Becher, -Teller oder -Schüssel 50 Cent Aufschlag fällig. Besteck wird mit 20 Cent pro Stück besteuert.

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Potsdams Schritt orientiert sich an einem ähnlichen Modell in Tübingen (Baden-Württemberg). Auch Freiburg und Konstanz haben vergleichbare Regelungen eingeführt. Bis 2027 rechnet die Stadt mit jährlichen Mehreinnahmen von rund einer Million Euro durch die Steuer.

Der Städte- und Gemeindebund Brandenburg unterstützt das Vorhaben. Sein Präsident, Oliver Hermann, warnte jedoch, dass weitere Steuererhöhungen drohten, sollten Land und Bund die Kommunen weiterhin mit finanziellen Lasten belasten.

Ab kommendem Monat gilt die Abgabe für eine Reihe von Einwegprodukten. Potsdams Initiative steht für den größeren Trend, dass Städte nach zusätzlichen Einnahmequellen suchen. Das Vorbild könnte auch andere Kommunen ermutigen, ähnliche Finanzstrategien zu verfolgen.

Quelle