Portugals Hausarzt-Plan scheitert: Über 1,6 Millionen Patienten warten weiter
Finn WolfPortugals Hausarzt-Plan scheitert: Über 1,6 Millionen Patienten warten weiter
Portugals Vorstoß, jedem Patienten einen Hausarzt zuzuweisen, stockt
Trotz der im Wahlkampf 2024 gegebenen Versprechen ist die Zahl der Menschen ohne Hausarzt gestiegen. Gesundheitsbeamte räumen nun ein, dass das ursprüngliche Ziel bis 2027 nicht erreicht wird.
Im Februar 2024 hatten bereits über 1,5 Millionen Patienten keinen fest zugewiesenen Hausarzt. Bis Januar 2026 stieg diese Zahl auf mehr als 1,6 Millionen an. Gleichzeitig erhöhte sich die Gesamtzahl der in der Grundversorgung erfassten Patienten von 10,4 auf 10,7 Millionen im selben Zeitraum.
Während seines Wahlkampfs 2024 hatte Ministerpräsident Luís Montenegro versprochen, dass bis Ende 2025 jeder Bürger einen Hausarzt erhalten solle. Zwei Jahre später bestätigte Gesundheitsministerin Ana Paula Martins jedoch, dass dieses Ziel selbst bis 2027 nicht umsetzbar sei. Als Reaktion darauf schlug Montenegro einen Notfallplan für den nationalen Gesundheitsdienst (SNS) vor, um das Problem innerhalb der ersten 60 Tage seiner Regierungszeit zu lösen.
Die überarbeitete Zeitplanung der Regierung bedeutet, dass viele Patienten weiterhin auf einen Hausarzt warten müssen. Ob der Rückstau abgebaut werden kann, hängt vom Erfolg des Notfallprogramms ab. Konkrete Maßnahmen für den geplanten 60-Tage-Plan wurden von den Verantwortlichen bisher jedoch noch nicht vorgestellt.






