Portugals Gesundheitskrise: Patienten bleiben ohne Behandlung im SNS-System
Sebastian VoigtPortugals Gesundheitskrise: Patienten bleiben ohne Behandlung im SNS-System
Patienten in Portugal kämpfen mit massiven Problemen bei der Gesundheitsversorgung über den staatlichen Gesundheitsdienst (SNS). Viele schaffen es nicht, Termine zu bekommen – mehr als die Hälfte der Wartenden wird voraussichtlich abgewiesen. Die Situation hat scharfe Kritik von politischen Führungskräften ausgelöst, die sofortige Reformen fordern.
Die Vergabe von Passwort-Terminen für SNS-Leistungen ist nur alle drei Monate möglich. Diese starke Einschränkung lässt unzählige Patienten ohne Behandlung, insbesondere diejenigen ohne Hausarzt. Ohne einen solchen müssen sie stundenlang in Schlangen anstehen – oft ohne überhaupt in das System aufgenommen zu werden.
Paulo Raimundo, Generalsekretär der Portugiesischen Kommunistischen Partei (PCP), verurteilte den aktuellen Zustand des Gesundheitswesens als "unentschuldbar und unverständlich". Er fordert dringende politische Maßnahmen, um die Krise zu bewältigen. Zu seinen Vorschlägen gehört die Aufstockung des Personals im SNS, um die überlasteten Dienste zu entlasten.
Raimundo besteht zudem darauf, die chronische Unterfinanzierung der SNS-Einrichtungen zu beenden. Um den Zugang weiter zu verbessern, schlägt er die Wiedereröffnung geschlossener Notaufnahmen vor. Diese Schritte, so seine Argumentation, würden helfen, die grundlegende medizinische Versorgung für diejenigen wiederherzustellen, die derzeit ohne Unterstützung dastehen.
Die Forderungen nach Reformen kommen zu einer Zeit, in der Patienten weiterhin mit langen Wartezeiten und eingeschränktem Zugang zu lebenswichtigen Leistungen konfrontiert sind. Sollten die vorgeschlagenen Änderungen umgesetzt werden, könnten sie die Kapazitäten ausweiten und Verzögerungen verringern. Doch fürs Erste bleibt vielen die dringend benötigte medizinische Versorgung verwehrt.






