Piers Morgan warnt vor täuschend echten KI-Deepfakes – selbst seine Mutter fällt darauf herein
Charlotte RichterPiers Morgan warnt vor täuschend echten KI-Deepfakes – selbst seine Mutter fällt darauf herein
Piers Morgan äußert sich zu wachsender Bedrohung durch KI-generierte Deepfake-Videos mit seinem Konterfei
Der Moderator Piers Morgan hat sich zur zunehmenden Verbreitung von KI-erzeugten Deepfake-Videos geäußert, in denen sein Abbild zu sehen ist. Selbst seine eigene Mutter habe Mühe gehabt, ein gefälschtes Video von ihm im Internet als solches zu erkennen, gab der Fernsehjournalist zu. Seine Aussagen fallen in eine Zeit, in der die Sorge über manipulierte Inhalte in sozialen Medien immer größer wird.
Gleichzeitig kritisierte Morgan die Veranstalter der SXSW London, weil diese den politischen Kommentator Cenk Uygur nicht in Schutz genommen hatten, nachdem britische Behörden dessen Einreise verweigert hatten.
Morgan berichtete, dass auf Plattformen wie TikTok inzwischen regelmäßig gefälschte Videos auftauchen, in denen er scheinbar über aktuelle Themen wettert. Diese Clips imitieren oft seine Sendung Uncensored und machen es Zuschauern – selbst seiner Mutter – schwer, echte Aufnahmen von KI-generierten Fälschungen zu unterscheiden. Zwar räumte der Moderator ein, dass die Technologie immer besser werde, doch sei er überzeugt, dass seine eigenen Argumente nach wie vor überzeugender seien als jene, die künstliche Intelligenz produziere.
Unterdessen gestand auch die walisische Sängerin Katherine Jenkins, dass sie kurzzeitig auf KI-generierte Videos von Morgan hereingefallen sei. Sie äußerte generelle Bedenken hinsichtlich der Vertrauenswürdigkeit von Inhalten in sozialen Medien, wo Deepfakes zunehmend schwerer zu erkennen seien.
Das Thema kam auf, als Morgan an der SXSW London teilnahm, einer Veranstaltung, die unterschiedliche Stimmen zusammenbringen soll. Zwar verteidigten die Organisatoren sein Recht auf freie Meinungsäußerung – selbst wenn er das Festival kritisiere –, doch zeigte er sich enttäuscht, dass sie Cenk Uygur nicht öffentlich unterstützt hatten. Der US-Kommentator und sein Neffe Hasan Piker war es verweigert worden, nach Großbritannien einzureisen, nachdem ihre elektronischen Reiseerlaubnisse ohne nähere Begründung annulliert worden waren.
Die Verbreitung von KI-generierten Deepfakes verwischt zunehmend die Grenze zwischen Realität und Fiktion. Morgans Erfahrungen verdeutlichen, wie leicht manipulierte Medien selbst nahestehende Personen täuschen können. Gleichzeitig bleibt die Debatte über Meinungsfreiheit und Einreisebeschränkungen für Persönlichkeiten der Öffentlichkeit nach Uygurs Einreiseverbot in den UK ungelöst.






