Philippinischer Volleyballverband PNVF nach Führungschaos suspendiert
Sebastian VoigtPhilippinischer Volleyballverband PNVF nach Führungschaos suspendiert
Das Philippinische Olympische Komitee (POC) hat den Philippinischen Volleyballverband (PNVF) suspendiert. Dieser Schritt folgt auf die Entscheidung des Internationalen Volleyballverbandes (FIVB), den PNVF aufgrund von Führungsproblemen auszusetzen. Die Maßnahme hat weitere Reaktionen lokaler Sportorganisationen ausgelöst.
Am 29. Mai hatte die FIVB den PNVF wegen schwerwiegender Mängel in der Verbandsführung und Verstößen gegen ihren Ethik-Kodex suspendiert. Kurz darauf zog die Philippinische Sportkommission ihre finanzielle Unterstützung zurück und begründete dies mit ähnlichen Führungsversagen sowie der Nichteinhaltung eigener Richtlinien.
Das POC setzte den PNVF daraufhin aus und schloss ihn von allen Aktivitäten des Komitees aus, einschließlich der Generalversammlung. Zudem erkannte es einen kürzlichen Führungswechsel innerhalb des PNVF nicht an, da dieser ohne vorherige Ankündigung erfolgte und kein Beobachter des POC anwesend war.
Innerhalb des PNVF haben einige Vorstandsmitglieder der aktuellen Führung die Unterstützung entzogen, was auf ein Vertrauensverlust hindeutet. PNVF-Präsident Anthony „Tonyboy“ Liao erklärte sich bereit, mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um die Probleme zu lösen. Das POC wartet nun darauf, dass die FIVB einen Ad-hoc-Ausschuss bildet, der während der Suspendierung die Volleyball-Aktivitäten überwacht.
Der PNVF bleibt sowohl von der FIVB als auch vom POC suspendiert. Die Finanzmittel wurden gestrichen, und die Teilnahme an POC-Veranstaltungen ist blockiert. Die weiteren Schritte hängen von der Bildung eines Aufsichtsgremiums durch die FIVB ab.
