06 June 2026, 22:33

Pennsylvania jagt mit Bundesbehörden nach vermissten Migrantenkindern

Polizisten hoffen, vermisste Kinder im Rahmen der Einwanderungssuche zu finden

Pennsylvania jagt mit Bundesbehörden nach vermissten Migrantenkindern

Pennsylvanias Staatskonstabler unterstützen nun Bundesbehörden bei der Suche nach vermissten unbegleiteten Minderjährigen

Die Beamten des Bundesstaats Pennsylvania helfen Bundesagenten nun dabei, vermisste unbegleitete Migrantenkinder ausfindig zu machen. Die Maßnahme folgt auf jahrelange Besorgnis über das Wohl und den Verbleib Tausender Minderjähriger, die in die USA entlassen wurden. Nach Angaben der Behörden bleiben viele von ihnen verschwunden, nachdem sie bei Patenfamilien oder Angehörigen untergebracht wurden.

Unter der Regierung Biden sind fast 400.000 unbegleitete ausländische Minderjährige (UAC) nach ihrer Einschleusung über die Grenze in die USA gekommen. Allein Pennsylvania hat seit 2015 fast 13.000 dieser Kinder aufgenommen – ohne diejenigen, die zur Zwangsarbeit oder in die Sexsklaverei gezwungen wurden. Das für ihre Betreuung zuständige Programm steht seit Langem in der Kritik, unter anderem wegen Vorwürfen, Kinder an ungeprüfte Paten, Nicht-Verwandte oder sogar Menschenhändler übergeben zu haben.

Als Reaktion darauf startete die Trump-Administration über Homeland Security Investigations (HSI) und den Immigration and Customs Enforcement (ICE) Überprüfungen des Kindeswohls. Ziel waren über 350.000 „vermisste UAC“, deren Verbleib die Biden-Regierung nach Ansicht der Vorgängerregierung nicht ausreichend verfolgt hatte. Erst kürzlich billigte der US-Senat ein 70-Milliarden-Dollar-Paket zur Stärkung von ICE und Grenzschutz, darunter auch Mittel zur Suche nach diesen Kindern.

Achtzehn Konstabler aus Pennsylvania haben inzwischen die 287(g)-Vereinbarungen mit ICE unterzeichnet, die ihnen die Teilnahme an der Migrationsdurchsetzung ermöglichen. Constable Chris Lee, einer der zertifizierten Beamten, hat in seinem Zuständigkeitsbereich – drei Countys – bereits 300 UAC identifiziert, bei denen Kindeswohlprüfungen erforderlich sind. Mit rund 700 Konstablern im gesamten Bundesstaat, die jährlich 250.000 Haftbefehle vollstrecken, sehen die Behörden in ihnen eine wertvolle Ressource, um vermisste Minderjährige aufzuspüren.

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ICE und HSI haben bereits mit lokalen Strafverfolgungsbehörden in Florida und Minnesota zusammengearbeitet und dabei Hunderte nicht erfasste UAC ausfindig gemacht. Die Kooperation soll nun bundesweit ausgeweitet werden.

Die Initiative vereint Bundes- und Landesbehörden, um das langjährige Problem der vermissten Migrantenkinder anzugehen. Die Konstabler Pennsylvanias werden künftig Kindeswohlprüfungen durchführen, während ICE die Suchaktionen im ganzen Land fortsetzt. Die zusätzlichen 70 Milliarden Dollar sollen diese Bemühungen in den kommenden Monaten weiter unterstützen.

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