Pauline Hanson lockert Haltung zu australischer Entwicklungshilfe – mit klaren Bedingungen
Charlotte RichterPauline Hanson lockert Haltung zu australischer Entwicklungshilfe – mit klaren Bedingungen
Die Senatorin Pauline Hanson hat neue Überlegungen zur australischen Entwicklungshilfepolitik geäußert. Sie deutet nun an, dass die Ausgaben für Auslandshilfe steigen könnten – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Im Mittelpunkt ihrer Bedenken stehen Chinas wachsender Einfluss im Pazifik und die Frage, wie australische Gelder im Ausland eingesetzt werden.
Hanson setzt sich seit Langem dafür ein, zunächst innere Probleme Australiens zu lösen, bevor die Entwicklungshilfe erhöht wird. Ihrer Meinung nach sollte das Land eigene Herausforderungen priorisieren. Dennoch zeigt sie sich nun etwas kompromissbereit: Sie wäre bereit, über höhere Hilfszahlungen nachzudenken – vorausgesetzt, die Mittel werden sinnvoll verwendet und nicht willkürlich gekürzt.
Gleichzeitig warnte die Politikerin vor der zunehmenden Präsenz Chinas in der Pazifikregion. Hanson schlug vor, dass australische Hilfsleistungen an pazifische Staaten davon abhängen sollten, ob diese Länder auch Unterstützung aus China annehmen. Sie verwies auf Korruptionsrisiken und nannte Beispiele wie Papua-Neuguinea, wo Hilfsgelder möglicherweise verschwendet werden.
Die Senatorin räumte ein, dass Australien nach wie vor der größte Geber in der Region bleibt. Viele Pazifikstaaten sind stark von dieser Unterstützung abhängig. Zugleich betonte sie, dass globale Kürzungen bei den Hilfsbudgets den Bedarf in Bereichen wie Gesundheit und humanitäre Hilfe weiter steigern.
Hansons Bedingungen für eine erhöhte Entwicklungshilfe umfassen strengere Kontrollen bei der Mittelverwendung sowie strategische Überlegungen im Umgang mit China. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der sich die Pazifikstaaten im Spannungsfeld des Einflusskampfes zwischen Australien und China bewegen. Angesichts der hohen Abhängigkeit der Region von externer Hilfe kommt den australischen Förderentscheidungen besondere Bedeutung zu.






