Papst Leo XIV. und Orthodoxe feiern Einheit der Christen in historischem Treffen
Julian HartmannPapst Leo XIV. und Orthodoxe feiern Einheit der Christen in historischem Treffen
Papst Leo XIV. traf Ende Juni 2022 in Rom mit einer orthodoxen Delegation des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel zusammen. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Einheit der Christen und bevorstehende historische Jubiläen. Zudem betonte er die gemeinsame Verantwortung der Christen für die Würde des Menschen.
Am 29. Juni 2022 schloss sich die Delegation Papst Leo zum Gebet an der Grabstätte des heiligen Petrus in der Petersbasilika an. Einen Tag später führten sie offizielle Gespräche, bei denen der Papst die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit der Christen zur Bewältigung globaler Herausforderungen unterstrich.
Als Vorbild für christliche Einheit verwies Papst Leo auf die gemeinsame Erinnerung an den 1700. Jahrestag des Ersten Konzils von Nicäa. Er schlug vor, dass sich Christen in Jerusalem – insbesondere im Abendmahlssaal – versammeln könnten, um diesen Meilenstein gemeinsam zu begehen. Dabei äußerte er die Hoffnung, dass sich alle christlichen Konfessionen an den Feierlichkeiten beteiligen würden.
Der Papst rief zudem zu gemeinsamen Anstrengungen für das Heilige Jahr 2033 auf, das an den 2000. Jahrestag von Tod und Auferstehung Jesu Christi erinnert. Er erklärte, dass Christen, vereint im Glauben, als glaubwürdiges Zeichen des Friedens wirken und weltweit zu dessen Aufbau beitragen könnten.
Die Katholische Kirche wird das Heilige Jahr 2033 zur Ehrung dieses Jubiläums begehen. Papst Leos Appell unterstreicht die gemeinsame Sendung der Christen, die Menschenwürde zu wahren und den Frieden zu fördern. Das Treffen mit der orthodoxen Delegation festigte das Bekenntnis zur ökumenischen Zusammenarbeit.
