30 June 2026, 12:31

NRW kündigt Porr-Vertrag für Leverkusener Rheinbrücke nach schweren Baumängeln

Schwach verteidigte Kündigung des Vertrages für die Rheinbrücke

NRW kündigt Porr-Vertrag für Leverkusener Rheinbrücke nach schweren Baumängeln

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst hat die Entscheidung des Landes verteidigt, den Vertrag mit dem Baukonzern Porr für die neue Rheinbrücke Leverkusen zu beenden. Der Schritt folgt auf Bedenken wegen systematischer Mängel und schwerwiegender Fehler in den verwendeten Stahlkomponenten des Projekts.

Das Projekt der neuen Leverkusener Rheinbrücke umfasst zwei parallele Brücken. Die erste ist bereits in Betrieb, während die zweite noch im Bau ist. Die Arbeiten an der zweiten Brücke laufen weiter; die Montage der Pylone soll im September 2026 beginnen. Die Fertigstellung des gesamten Projekts ist für Mitte 2028 geplant.

Der Rechtsstreit um die Vertragskündigung liegt nun beim Landgericht Köln. Die Bundesregierung fordert von Porr Schadensersatz in Höhe von über 350 Millionen Euro. Porr wiederum verlangt mehr als 200 Millionen Euro für bereits erbrachte Leistungen und entgangene Aufträge. Inklusive Zinsen könnte die insgesamt strittige Summe bis zu einer Milliarde Euro erreichen.

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Ein Güte- und Verhandlungstermin ist für den 16. Oktober angesetzt, um die Forderungen zu prüfen. Trotz des laufenden Rechtsstreits erwartet Verkehrsminister Oliver Krischer keine negativen Folgen für das Land – unabhängig vom Urteil des Gerichts.

Das Land bleibt bei seiner Entscheidung, die Zusammenarbeit mit Porr zu beenden. Der Zeitplan für das Projekt bleibt unverändert, die Fertigstellung ist weiterhin für Mitte 2028 vorgesehen. In den kommenden Monaten wird das Gericht über die finanziellen Forderungen entscheiden.

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