NRW kämpft für gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen in ganz Deutschland
Julian HartmannNRW kämpft für gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen in ganz Deutschland
Nordrhein-Westfalen treibt die Einführung eines gesetzlichen Mutterschutzes für selbstständige Frauen in ganz Deutschland voran. Die Landesregierung hat ihre Forderung erneuert – gestützt durch eine neue Machbarkeitsstudie und eine Initiative des Bundesrates. Derzeit bringen jährlich rund 27.000 selbstständige Frauen Kinder zur Welt, ohne denselben Schutz wie Angestellte zu genießen.
Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat auf Basis der landesfinanzierten Machbarkeitsstudie konkrete Vorschläge vorgelegt. Kernstück ist eine einmalige Pauschalzahlung, die entgangene Einnahmen während der Mutterschutzzeit ausgleichen soll. Die vollständigen Ergebnisse der Studie werden im Juli veröffentlicht.
Das Wirtschaftsministerium hat bereits eine Veranstaltung in Berlin organisiert, um über die nächsten Schritte zu beraten. Politiker:innen, Wirtschaftsvertreter:innen und zivilgesellschaftliche Gruppen werden erörtern, wie sich die Pläne umsetzen lassen. Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) betonte, dass eine Schwangerschaft für selbstständige Frauen nicht länger als berufliches Risiko behandelt werden dürfe.
Nordrhein-Westfalen hat ein breites Bündnis geschmiedet, um die Reformen voranzubringen. Ziel der Landesinitiative ist es, eine langjährige Lücke in der Unterstützung von Müttern zu schließen, die ihr eigenes Unternehmen führen. Bei einer Umsetzung würden die Reformen tausenden selbstständigen Frauen während des Mutterschutzes finanzielle Sicherheit bieten. Nun kommt es auf weitere politische Unterstützung und konkrete Umsetzungspläne an. Die Präsentation der Machbarkeitsstudie im Juli wird ein entscheidender Moment im Prozess sein.






