14 March 2026, 06:03

Norbert Himmler bleibt trotz Kritik und Skandalen ZDF-Intendant

Ein altmodischer Fernseher zeigt "Heiße Nachrichten" vor einem grünen Hintergrund.

Norbert Himmler bleibt trotz Kritik und Skandalen ZDF-Intendant

Norbert Himmler bleibt nach der Bestätigung durch den Rundfunkrat am Freitag weiter Intendant des ZDF. Die Entscheidung fällt trotz anhaltender Kritik an der sinkenden Relevanz des Senders und eines jüngsten Skandals um KI-generierte Bilder in der Nachrichtensendung heute journal. Bei der Wahl für die Position hatte Himmler keine ernsthafte Konkurrenz.

Geboren 1971 in Mainz, studierte Himmler dort auch Politikwissenschaft und Germanistik – in derselben Stadt, in der das ZDF seinen Hauptsitz hat. 1998 stieg er als Volontär beim Sender ein, nachdem er bereits als studentische Hilfskraft und freier Mitarbeiter tätig gewesen war. Im Laufe der Jahre durchlief er verschiedene Stationen, darunter als Assistent des Chefredakteurs, Leiter der Programmplanung und Leiter der Fiction-Abteilung. Später führte er ZDFneo, bevor er Programmdirektor und schließlich 2022 Intendant wurde.

Eine seiner prägendsten Entscheidungen traf er 2014 als Programmdirektor, als er die langjährige Primetime-Sendung Wetten, dass..? einstellte. Doch sieben Jahre später holte er das Format zurück – mit Erfolg: Die Ausgabe 2021 erreichte einen Marktanteil von 45 Prozent, das Finale 2023 verfolgten 12,13 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 45,3 Prozent. Die hohen Quoten spiegelten eine starke Zuschauerresonanz wider, auch wenn ein direkter Vergleich zur Original-Laufzeit von 1977 bis 2014 schwierig ist.

Himmler wird für seine zweite Amtszeit ein Jahresgehalt von 372.000 Euro erhalten. Seine Führung war nicht frei von Kontroversen, doch die Abstimmung des Rundfunkrats bestätigt seine weitere Amtszeit an der Spitze des zweitgrößten öffentlich-rechtlichen Senders Deutschlands.

Die Wiederbestellung verlängert Himmlers Amtszeit in einer Phase, in der das ZDF mit Herausforderungen bei seinem öffentlichen Image und redaktionellen Entscheidungen konfrontiert ist. Sein Wirken umfasst sowohl prominente Programmstreichungen als auch erfolgreiche Revivals, die die Strategie des Senders prägen. Die Entscheidung des Rates sichert dem ZDF für die kommenden Jahre Stabilität in der Führungsetage.

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