NKR schlägt radikale Reform der Bauvorschriften für günstigeren Wohnraum vor
Charlotte RichterNKR schlägt radikale Reform der Bauvorschriften für günstigeren Wohnraum vor
Der Nationale Normenkontrollrat (NKR) Deutschlands hat weitreichende Änderungen der Bauvorschriften vorgeschlagen, um auf die steigenden Baukosten und den angespannten Wohnungsmarkt zu reagieren. Der Rat setzt sich für vereinfachte technische Regelungen ein, um Wohnprojekte bezahlbarer zu gestalten.
Der NKR plant die Einführung eines gestuften Systems für DIN-zertifizierte Verfahren, wobei ein „Grundstandard für die Ausführung“ als Standardoption gelten soll. Bauträger und Bauunternehmen könnten dann zwischen Grund-, Mittel- und Premium-Baustandards wählen. NKR-Präsident Lutz Goebel argumentierte, dass die derzeit hohen Anforderungen den bezahlbaren Wohnungsbau oft erschweren.
Zudem will der Rat der Bundesregierung fachliche Empfehlungen für das geplante Gebäude-Typ-E-Gesetz an die Hand geben. Bundesbauministerin Verena Hubertz und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig hatten bereits zuvor zentrale Punkte für einen Gebäude-Typ-E-Vertrag skizziert. Das Bundesjustizministerium beabsichtigt nun, in den kommenden Monaten einen Gesetzentwurf für das neue Regelwerk vorzulegen.
Falls die Vorschläge des NKR umgesetzt werden, könnten die technischen Anforderungen an Wohngebäude sinken – und damit auch die Baukosten. Die Änderungen würden zudem das künftige Gebäude-Typ-E-Gesetz prägen, das Wohnungsverträge und -standards vereinfachen soll.






